v Rodeln Naturbahn

Der vierte Europameistertitel in Folge und Bahnrekord für Evelin Lanthaler.

Bei der EM in Laas purzeln die Bahnrekorde

Bei den 29. FIL Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Laas/Lasa (ITA) standen am Samstag die Medaillenentscheidungen im Einsitzer der Damen und im Doppelsitzer auf dem Programm. In beiden Rennen wurden die bestehenden Bahnrekorde gebrochen.

Im Einsitzer Damen untermauerte Evelin Lanthaler (ITA) ihre Vormachtstellung. Die Titelverteidigerin sicherte sich in 2.05,16 Minuten ihren vierten Europameistertitel in Serie. Im ersten Lauf fuhr die 30-Jährige in 1.02,41 Minuten neuen Bahnrekord. Damit unterbot sie sogar den bestehenden Bahnrekord von Thomas Kammerlander (AUT) aus dem Vorjahr von 1.02,73 Minuten. Hinter Lanthaler sicherte sich Greta Pinggera (ITA) auf ihrer Heimbahn die Silbermedaille. Nach dem ersten Lauf lag Pinggera noch auf Zwischenrang drei, im zweiten Lauf spielte die Lokalmatadorin ihre Klasse aus und verdrängte Tina Unterberger (AUT) noch auf Platz drei.


„Der erste Lauf war wirklich perfekt, im zweiten Lauf wusste ich, dass ich nicht mehr voll riskieren muss“, erklärte Lanthaler nach dem vierten EM-Titel. „Nach dem ersten Lauf war ich schon sauer, im zweiten Lauf konnte ich aber meine Leistung abrufen und bin sehr gut gefahren. Komplimente an Evelin (Lanthaler), die wäre auch mit zwei super Läufen nicht zu biegen gewesen“, so Greta Pinggera. Auch Tina Unterberger zog vor Lanthaler den Hut: „Diese Leistung ist nicht hoch genug einzuschätzen, bin gespannt wie lange dieser Bahnrekord hält. Ich freue mich riesig über die Bronzemedaille, denn im Weltcup konnte ich in dieser Saison bislang nicht aufs Podest fahren.“

Oldies but Goldies
Einen überraschenden Sieger gab es im Doppelsitzer. Die 39-jährigen Oldies Pavel Poshnev/Ivan Lazarev (RUS) lagen nach dem ersten Lauf mit einem Rückstand von 0,30 Sekunden auf die Halbzeitführenden Patrick Pigneter/Florian Clara (ITA) auf Platz drei. Mit einem entfesselten Finallauf sicherten sich Porshnev/Lazarev in 2.13,15 Minuten die Goldmedaille, hauchdünn vor Pigneter/Clara (+0,08 Sekunden) und Fabian Achenrainer/Simon Achenrainer (AUT/+0,36 Sek.). Die Titelverteidiger Patrick Lambacher/Matthias Lambacher (ITA) verpatzen den zweiten Durchgang und rutschten von Rang zwei zur Pause auf den undankbaren vierten Platz ab. Für Porshnev/Lazarev ist es fünfte EM-Titel nach Hüttau 2004, Umhausen 2006, Olang 2008 und Novouralsk 2012. Damit führen sie auch die ewige Bestenliste an, vor Pigneter/Clara mit vier EM-Goldmedaillen.

Poshnev und Lazarev holte sich den Titel im Doppelsitzer.

„Es ist unglaublich. Wir wohnen im Winter immer in Laas, wir haben viel hier trainiert. Dieser Sieg ist ein Sieg des gesamten Teams“, freute sich Ivan Lazarev. Patrick Pigneter gratulierte den Russen: „Der zweite Lauf war nicht gut, so kann man kein Rennen gewinnen. Vielleicht haben wir zuviel gewollt. Aber es freut mich, dass mit Porshnev/Lazarev zwei andere alte Hasen ganz oben stehen. Das zeigt, dass wir noch lange zum alten Eisen gehören“. Pigneter/Clara hatten im ersten Lauf 1.06,32 Minuten ihren eigenen Bahnrekord 1.06,87 Minuten aus dem Vorjahr unterboten. Über ihre erste EM-Medaille freuten sich auch Achenrainer/Achenrainer: „Mit Rang vier nach dem ersten Lauf hatten wir unsere Medaillenträume eigentlich schon begraben. Im zweiten Lauf wollten wir zeigen, dass wir es können und es hat geklappt“, analysierte Fabian Achenrainer.
Die Ergebnisse:
Top-Drei Einsitzer Damen, 12.02.2022
1. Evelin Lanthaler (ITA) 2.05,16 Minuten
2. Greta Pinggera (ITA) +1,14 Sekunden
3. Tina Unterberger (AUT) +1,30 Sekunden

Top-Drei Doppelsitzer, 12.02.2022
1. Pavel Porshnev/Ivan Lazarev (RUS) 2.13,15 Minuten
2. Patrick Pigneter/Florian Clara (ITA) +0,08 Sekunden
3. Fabian Achenrainer/Simon Achenrainer (AUT) +0,36 Sekunden




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