v Rodeln Naturbahn

Das Podest: Patrick Pigneter, Sieger Michael Scheikl und Thomas Kammerlander. © Hermann Sobe

Ein Überraschungsmann stiehlt den Favoriten die Show

Damit haben beim Rennrodel-Weltcup auf Naturbahn in Winterleiten wohl nicht viele gerechnet: Lokalmatador Michael Scheikl überraschte die Konkurrenz und feierte einen souveränen Sieg. Im Teambewerb ging der Sieg an Österreich.

Michael Scheikl (Österreich) feierte im Vorjahr mit Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Latzfons seinen bislang größten Erfolg, damals musste er sich hinter dem Südtiroler Weltmeister Alex Gruber und seinem Teamkollegen Thomas Kammerlander einreihen. Am Sonntag stahl Scheikl allen die Show.

Patrick Pigneter landete auf Rang 2 (Foto: Hermann Sobe).


Der Steirer übernahm im 1.12,90 Minuten bereits im 1. Lauf in Führung, 0,14 Sekunden vor Patrick Pigneter (Völs) und Alex Gruber (Villanders). Im 2. Durchgang setzte der Gesamtsieger der letzten 3 Jahre, Thomas Kammerlander, zum Sprung aufs Podest an und ging mit einer Gesamtzeit von 2.26,66 Minuten klar in Führung. Routinier Patrick Pigneter setzte sich in 2.26,47 Minuten an die Spitze und erhöhte den Druck auf Scheikl. Der Steirer startete fulminant ins Finale, baute seinen Vorsprung konstant aus und feierte am Ende mit 2.25,58 Minuten und Laufbestzeit auch im 2. Durchgang einen souveränen Sieg, 0,89 Sekunden vor Pigneter und 1,08 Sekunden vor Kammerlander, Gruber rutschte auf Platz 4 ab.
3 Siege, 3 Mal in der Heimat
Für Scheikl ist es der 3. Weltcupsieg seiner Karriere, nach Mariazell (2009) und Winterleiten (2015). Dem Rodler aus Kindberg gelangen somit alle Weltcupsiege in seiner Heimat Steiermark. „Wahnsinn, ich war vor dem 1. Lauf richtig nervös. Es war sehr schwierig zu fahren heute auf der unruhigen Bahn. Es hat Glück und Hirn gebraucht, ich denke dosiertes Risiko war das Erfolgsrezept. Endlich bin ich nach meiner Verletzung wieder ganz vorne dabei, das tut dem Selbstvertrauen gut“, so der 30-jährige Steirer.

Im Teambewerb gab es ebenfalls einen Heimsieg für Österreich mit Tina Unterberger/Michael Scheikl (2.29,33 Minuten), Platz 2 ging an Russland mit Ekaterina Lavrenteva/Aleksand Egorov (2.33,57) vor Team Deutschland mit Sara Bachmann/Oliver Schiller (2.35,59). Team-Weltmeister Italien (Evelin Lanthaler/Patrick Pigneter) ist nach einem Sturz von Pigneter ausgeschieden.

Die nächste Station im FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn ist im Passeiertal vom 9. Bis 12. Jänner, wo am Sonntag 12. Jänner auch der einzige Verfolger dieser Saison ausgetragen wird.

Autor: pm/det

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