v Rodeln Naturbahn

Evelin Lanthaler war erneut nicht zu biegen. © Miriam Jennewein

Evelin Lanthaler: Europameisterin in 11 Sekunden

In der russischen Hauptstadt Moskau haben am Freitag die 28. FIL Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn begonnen. Im Einsitzer der Damen konnte Evelin Lanthaler (Passeier) ihren Titel erfolgreich verteidigen, im Einsitzer der Herren kürte sich Michael Scheikl (Österreich) erstmals zum Europameister.

Auf der verkürzten „Spatzenhügel“-Bahn gab es extrem knappe Entscheidungen. Titelverteidigerin Evelin Lanthaler (11,38 Sekunden) gewann mit nur 0,03 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatadorin Ekaterina Lavrenteva und 0,04 Sekunden Vorsprung auf Tina Unterberger (Österreich). Greta Pinggera (+0,24 Sekunden) aus Laas landete auf Rang 4. Für Lanthaler ist es der 3. EM-Titel in Folge nach Passeier 2016 und Winterleiten (Österreich) 2018.

„Angesichts der frühlingshaften Temperaturen war das Eis auf der Bahn gar nicht schlecht. Ich wäre natürlich gerne von ganz oben gefahren, aber mehr ging einfach nicht. Heute war eine feine, gefühlvolle Fahrweise der Schlüssel zum Erfolg“, analysierte Lanthaler.

„Es tut mir um die Veranstalter leid, die haben hart gearbeitet und eine wirklich schöne EM organisiert. Aber gegen das Wetter sind wir machtlos. Wer heute eine Medaille gewinnen wollte, durfte sich keinen Fehler erlauben“, sagte die fünffache Europameisterin Lavrenteva nach ihrer Fahrt zur Silbermedaille.

Scheikl setzt sich bei den Herren durch
Im Einsitzer der Herren kürte sich Michael Scheikl (Österreich) mit einer Zeit von 11,11 Sekunden erstmals zum Europameister. Lokalmatador Aleksandr Egorov (+0,02) holte sich die Silbermedaille, Bronze ging an Weltmeister Alex Gruber (Villanders/+0,03). Patrick Pigneter (Völs) landete auf Rang 8, während Titelverteidiger Thomas Kammerlander (Österreich) mit einem Rückstand von 0,11 Sekunden 9. wurde.

Das Podest der Herren. Der Südtiroler Alex Gruber (rechts) holte sich Bronze. © Miriam Jennewein

„Diese Medaille nehme ich gerne mit. Schade um die richtig coole Veranstaltung, aber auch ein kurzes Rennen muss man gewinnen. Die Bedingungen waren fair und wer im Sommer gut trainiert hat, der konnte schnell starten und eine gute Zeit fahren“, betonte Europameister Scheikl.

„Es war ganz knapp. Das Glück war auf meiner Seite, meine Rodel war um 0,01 Sekunden schneller als die Rodel der beiden Viertplatzierten,“ sagte hingegen Bronze-Medaillengewinner Gruber.

Am Samstag steht um 9 Uhr der einzige Wertungslauf der Doppelsitzer auf dem Programm, anschließend folgt der Teambewerb. Titelverteidiger sind die Südtiroler Patrick Pigneter/Florian Clara und das Team Österreich.

Autor: pm/dl

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210