v Rodeln Naturbahn

Triumph in Moskau: Alex Gruber. © Chris Walch

In Moskau regieren die Südtiroler

Beim Weltcup der Naturbahnrodler räumten die Südtiroler am Sonntag kräftig ab und sicherten sich sämtliche Siege: Alex Gruber schlug bei den Herren zu, Pigneter/Clara siegten im Doppelsitzer und auch Evelin Lanthaler triumphierte erneut.

Nach der dritten Weltcup-Etappe am Samstag in Moskau (siehe eigenen Bericht) standen am Sonntag in der russischen Hauptstadt erneut Weltcup-Rennen auf dem Programm. Eigentlich hätte ein Verfolgungsrennen stattfinden sollen, aus organisatorischen Gründen wurde jedoch kurzfristig entschieden, herkömmliche Rennen mit zwei Wertungsläufen auszutragen.

Die Rennen standen ganz im Zeichen der Südtiroler Rodelalsse. Alex Gruber bei den Herren, Evelin Lanthaler bei den Damen und Patrick Pigneter/Florian Clara im Doppelsitzer sorgten durchwegs für Südtiroler Erfolge.

Alex Gruber schlägt zurück

Bei den Herren schlug Weltmeister Alex Gruber zurück. Nachdem der Villanderer am Samstag noch Europameister Thomas Kammerlander den Vortritt lassen musste, setzte er sich diesmal dank eines perfekten ersten Laufs vor dem Völser Patrick Pigneter durch. Für Pigneter ist es nach drei vierten Plätzen im Einzel das erste Podium dieser Saison. Kammerlander holte den dritten Platz.

„Der erste Lauf war wirklich super. Diese Bahn verzeiht keine Fehler und diesmal habe ich zwei sehr gute Fahrten gezeigt“, freute sich Alex Gruber, der mit seinem zweiten Saisonsieg auch die Führung in der Weltcupwertung übernommen hat. „Dieser Sieg war extrem wichtig, auch um die Spannung im Titelkampf zu halten. Jetzt bin ich leicht im Vorteil, aber Thomas Kammerlander ist in Top-Form, da kann sich alles sehr schnell wieder ändern“, erklärte Gruber.

Das Podest der Herren (v.l.) Patrick Pigneter, Alex Gruber und Thomas Kammerlander. © Chris Walch

Pigneter/Clara nicht zu schlagen

Im Doppelsitzer rückten Patrick Pigneter/Florian Clara die Machtverhältnisse mit ihrem zweiten Saisonsieg wieder ins Lot. Nach Platz 3 am Samstag überzeugten die Weltcupführenden mit Bestzeit in beiden Läufen und feierten einen ungefährdeten Sieg, vor den Russen Aleksandr Egorov/Petr Popov und den Siegern vom Samstag Stanislav Kovshik/Ilia Tarasov.

Ein starkes Duo: Patrick Pigneter (vorne) und Florian Clara. © Chris Walch


Lanthaler siegt weiter

Bei den Damen war Evelin Lanthaler, die schon am Samstag triumphiert hatte, erneut siegreich. Nach dem ersten Lauf führte noch die Russin Jekaterina Lawrentjewa, doch mit einer fehlerfreien Fahrt im entscheidenden zweiten Lauf schlug Lanthaler zurück und triumphierte vor Lawrentjewa und der Österreicherin Tina Unterberger. Damit feierte die Passeirerin den vierten Sieg im vierten Rennen.

Fliegt buchstäblich von Sieg zu Sieg: Evelin Lanthaler. © Chris Walch

„Ich war vor dem ersten Lauf nervös, bin nicht locker gefahren. Im zweiten Lauf fand ich die richtige Mischung aus Wut und Lockerheit“, analysierte die Weltcupführende ihre Leistung. Auf den Gesamtweltcup schaut die Titelverteidigerin noch nicht: „Natürlich sind vier Siege eine tolle Bilanz, aber die Saison ist noch lang. Fehler passieren schnell, abgerechnet wird erst beim Finale in Umhausen“, so Lanthaler. Alexandra Pfattner aus Latzfons holte den vierten Platz, Greta Pinggera aus Laas musste sich diesmal mit Rang fünf begnügen.

In der Weltcupwertung hat Evelin Lanthaler 400 Punkte am Konto, ihre Teamkollegin Pinggera folgt mit 295 Punkten auf Platz zwei, Lawrentjewa ist mit 280 Punkten Dritte.

Am nächsten Wochenende macht der Weltcup in Deutschnofen Halt, danach geht es mit der WM in Latzfons weiter.

Autor: am/pm

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