v Rodeln Naturbahn

Freundinnen und ewige Rivalinnen: Evelin Lanthaler und Greta Pinggera. © . / Sobe Hermann

Lanthaler hält Pinggera mit Bahnrekord in Schach

Beim Naturbahnrodel-Weltcup in Winterleiten (Steiermark) holten sich Evelin Lanthaler aus dem Passeiertal und der Österreicher Thomas Kammerlander den Sieg.

Lanthaler behält ihre weiße Weste auch nach der zweiten Weltcupetappe, allerdings musste die Siegerin des Auftakts in Kühtai diesmal besonders hart um ihren Erfolg kämpfen. Nach dem ersten Lauf lag Lanthaler an zweiter Stelle, hinter ihrer Teamkollegin Greta Pinggera. Im entscheidenden zweiten Durchgang erwischte die 27-Jährige einen Traumlauf, sie schraubte den Bahnrekord auf 1:12,14 Minuten und verbesserte damit die Bestmarke von Pinggera aus dem ersten Lauf um 0,86 Sekunden.

„Evelin hat einen Bombenlauf hingelegt“
Greta Pinggera
„Ich bin im ersten Lauf wirklich nicht gut gefahren“, analysierte Lanthaler, „im zweiten Lauf musste ich alles riskieren. Greta war heute eine harte Gegnerin“. Die Enttäuschung stand der Zweiten aus dem Vinschgau nach dem Rennen ins Gesicht geschrieben, doch sie zeigte sportliche Größe: „Eigentlich war mein zweiter Lauf gut, doch Evelin hat einen Bombenlauf ins Ziel gebracht, sie war einfach stärker“. Dritte wurde Tina Unterberger aus Österreich, sie sorgte damit für dasselbe Podium wie beim Auftakt im Kühtai Mitte Dezember.

Im Gesamtweltcup führt Lanthaler mit 200 Punkten, vor Greta Pinggera (170) und Tina Unterberger (140).

„Mister-Winterleiten“ zu stark für die Südtiroler

Bei den Männern gab Thomas Kammerlander von Beginn an den Ton an: In beiden Trainingsläufen am Freitag fuhr er Bestzeit, im Rennen am Samstag pulverisierte der 28-Jährige mit einer Zeit von 1:10,99 Minuten seinen Bahnrekord von 1:12,00 Minuten (EM 2018). Auch im zweiten Lauf fuhr Kammerlander die schnellste Zeit und feierte seinen ersten Saisonsieg vor dem Sieger vom ersten Weltcup im Kühtai, Alex Gruber aus Südtirol. Dieser lag nach dem ersten Lauf nur an vierter Stelle, verbesserte sich mit einem tollen zweiten RUn noch auf Rang zwei. Dritter wurde Lokalmatador Michael Scheikl, für den Steirer ist es das erste Podium in dieser Saison. Der Zweite nach dem ersten Durchgang, Patrick Pigneter aus Völs, musste sich nach einem schwachen zweiten Lauf mit Rang vier begnügen.

In der Weltcupwertung liegen Kammerlander und Gruber nach zwei Rennen mit je 185 Punkten auf Platz eins.

Im Teambewerb auf Platz 2

Im Teambewerb feierte Österreich (Tina Unterberger, Michael Schickl, Thomas Kammerlander) einen Heimsieg, vor Italien (Evelin Lanthaler, Patrick Pigneter, Alex Gruber) und Russland (Ekaterina Lavrentevea, Aleksandr Egorov, Iurii Talykh).

Beim Doppelsitzerbewerb feierten die heimischen Rodler bereits am Freitag einen beeindruckenden Doppelsieg. Die nächste Station im Weltcup im Naturbahnrodeln ist in einer Woche die russische Hauptstadt Moskau.

Autor: pm

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