v Rodeln Naturbahn

Südtirols Paraderodler: Patrick Pigneter und Florian Clara (Foto: Sobe)

Wird Naturbahnrodeln 2022 olympisch?

Der internationale Rodelverband FIL wird bei einer der nächsten Sitzungen des Olympischen Komitees IOC einige wichtige Neuerungen vorschlagen. Das Reformpaket wurde in den letzten Tagen vom Ausschuss der FIL geschnürt.

Der wichtigste Punkt: Naturbahnrodeln soll (endlich) olympisch werden. Vorgeschlagen werden drei Rennen: Einzel Frauen und Männer, und Doppelsitzer gemischt. Der Internationale Rennrodelverband unternimmt seit den 1970er Jahren immer wieder Versuche für die Anerkennung des Naturbahnrodelns als olympische Sportart, bislang aber ohne Erfolg.

Diesmal könnte es klappen, gibt sich der technische Direktor des italienischen Rodelteams Armin Zöggeler vorsichtig optimistisch. „Es wird ein formeller Antrag um Aufnahme in das Olympiaprogramm gestellt. 2022 in Peking könnte es soweit sein“, sagt die Rodellegende. In den letzten Jahren war das Ansinnen, Naturbahnrodeln olympisch zu machen, vor allem am Widerstand anderer Nationen gescheitert. Inzwischen aber sind nicht mehr nur Österreicher und Südtiroler am Start. „Die Russen haben stark aufgeholt, auch Tschechen und Slowaken, und schön langsam kommen auch die Deutschen“, so Zöggeler, und fügt hinzu: „Sobald Naturbahnrodeln olympisch ist, ziehen weitere Nationen nach und rüsten auf. Wir dürfen ja nicht glauben, dass wir die Olympiamedaillen im Naturbahnrodeln nur abholen brauchen“!


Ein weiterer Reformvorschlag betrifft das Kunstbahnrodeln: 2022 soll es den Doppelsitzer der Frauen geben, so wie bereits im Programm der Jugendspiele 2020 in Lausanne in der Schweiz. Und auch die Sprintrennen – Einzel und Doppelsitzer Damen und Herren – sollen ins Programm der Olympischen Spiele aufgenommen werden.


Autor: sportnews