Wintersport

Siegmar Klotz wird sich künftig kürzere Skier anschnallen (Foto Pentaphoto)

Siegmar Klotz schlägt einen neuen Weg ein

Der 28-Jährige aus Pawigl hat im Frühling seine Karriere im Ski-Alpin-Zirkus beendet. Das hält ihn aber nicht davon ab, weiterhin auf dem weichen Weiß aktiv zu sein. Mit etwas kürzeren Skiern, dafür aber mit derselben Motivation geht Klotz künftig auf die Jagd nach Skicross-Punkten.

Anfang April gab Siegmar Klotz in einem Interview mit der Tageszeitung „Dolomiten“ still und leise seinen Abschied vom alpinen Skisport bekanntgab. „Ich war ein Skifahrer von nationalem Interesse, durfte also mit der Nationalmannschaft trainieren, musste mir aber einen Großteil der Aufenthalte, der Flüge und so weiter selbst bezahlen. Da man bei der Weltcup-Tour auf der ganzen Welt unterwegs ist,ließ sich das finanziell nicht mehr tragen“, begründete der 28-Jährige damalsseine Entscheidung.


Passion bleibt Passion

SigisLeidenschaft für das Skifahren ging dadurch aber nicht verloren, immerhin stand Klotz bei96 Weltcuprennen auf der Piste. Diese große Passion lässt sich natürlich nicht wie ein Lichtschalter von einem Tag auf den anderenabschalten. Das wusste Siegmar Klotz – und auch der italienische Wintersportverband, der vom Rücktrittdes Pawiglers Wind bekam und ihn in die Skicross-Mannschaft holen wollte. „Diese relativ neue Sportartist eine Olympische Disziplin, der Verband will folglich eine konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen und ist ständig auf der Suche nach ehemaligen Weltcupfahrern“, erklärt Klotz, der dem Lockruf des Verbandes folgte und sich für den kommenden Winter dem Skicross verpflichtete.

Bei zwei Europacuprennen in Grasgehren und der Italienmeisterschaft durfte der 28-Jährige bereits in die neue Materie hineinschnuppern. Dabei fand Klotz schon richtig gefallen am Skicross: „Als ehemaliger Abfahrer ist die Umstellung nicht so groß. Die schwierigste Neuerung ist sicherlich der Start. Zudem sind immer mehrere Fahrer auf der Piste, eine perfekte Linie wie bei einer Abfahrt gibt es also nicht. Man muss taktisch klug fahren und einen guten Überblick haben, um das Rennen so gut wie möglich zu bewältigen.“


Den Stefan Thanei imitiert

Sein angepeiltes Ziel für die anstehende Saison ist die Teilnahme am Weltcup. „Dafür muss ich aber noch einige FIS-Punkte sammeln“, erklärte Klotz, der mit den Skicrossern Anfang Juli im Trainingslager auf dem Stilfser Joch war und so ganz nebenbei einen neuen Busenfreund gefunden hat. Der Burgeiser Stefan Thanei war ebenfalls als Alpiner Speedfahrer unterwegs, ehe er 2012 zum Skicross gewechselt ist. „Vor meinem Wechsel hat er mir gut zugeredet. Heute gehen wir oft zusammen in den Kraftraum. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung“, so Klotz abschließend.



Thomas Debelyak, Sportnews


Autor: sportnews

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