L Ski Alpin

Die Neuschneemengen machten den Organisatoren in den letzten Tagen zu schaffen. Nun erfolgte die Absage. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Abfahrten in Lenzerheide abgesagt

Wegen weiter anhaltender Schneefälle sind beim Weltcup-Finale der alpinen Ski-Asse in Lenzerheide die Abfahrten der Männer und Frauen abgesagt worden.


Die Verantwortlichen in der Schweiz entschieden am Morgen, dass die Rennen nicht ausgetragen werden können. Nachdem am Montag und Dienstag keine Trainings möglich waren, sollten am Mittwochvormittag zunächst die Trainingsläufe nachgeholt werden. Zu Mittag wären dann die Rennen geplant gewesen.

Kugeln an Feuz und Goggia
Weil die beiden Schussfahrten in dieser letzten Weltcup-Woche nicht mehr nachgeholt werden, stehen auch die Gewinner in den Disziplinwertungen fest: Bei den Männern holte der Schweizer Beat Feuz zum 4. Mal nacheinander die kleine Kristallkugel. Er gewann mit 68 Punkten Vorsprung auf Matthias Mayer aus Österreich.

Die Trophäe bei den Frauen ging an Olympiasiegerin Sofia Goggia. Die Italienerin setzte sich mit 70 Punkten Vorsprung vor Weltmeisterin Corinne Suter aus der Schweiz durch. Goggia hätte in Lenzerheide nach einer Knieverletzung ihr Comeback geben wollen, um die Kristallkugel auf der Piste zu verteidigen. Das war nun aber nicht mehr nötig.

Eine Programm-Umstellung, etwa die Verlegung der Abfahrten auf Freitag auf Kosten des fast bedeutungslosen Team-Bewerbs – die Schweiz hat im Nationencup mehr als 1.000 Punkte Vorsprung auf Österreich, war hingegen keine Option. Dies lässt das FIS-Reglement nicht zu.
Vorteil für Pinturault und Vlhova
Im Kampf um die Gesamtwertungen bedeutet die Absage einen Vorteil für die Führenden Alexis Pinturault (Frankreich) und Petra Vlhova (Slowakei), die Technik-Spezialisten sind und nun gegenüber den Verfolgern Marco Odermatt und Lara Gut-Behrami (beide Schweiz) keine Punkte verlieren. Für Donnerstag sind die beiden Super-Gs vorgesehen.

Autor: dl/apa

Empfehlungen

Kommentare (1)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

Hermann Zanier [melden]

Mit so wenigen Pistenarbeitern kann man keine Rennpiste vorbereiten. Es ist eigentlich schon normal, dass in den Schihochburgen Österreich und Schweiz keine anständigen Pisten geboten werden. Auch im vielgelobten Adelboden, die sich als Erfinder der Pistenprärierens hintellen, ist vielleicht die Rennstrecke anständig, aber cm abseits davon ist ein Kartoffelacker. Ich hatte tasächlich Angst um Fräulein Goggia die ja auf alle Fälle ihren Pokal verteidigen wollte.

17.03.2021 10:21

© 2021 Sportnews - IT00853870210