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Der Wind ließ kein Training zu. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

„Absolute Frechheit“: Kritikhagel nach Trainingsabsage

Wegen des starken Windes wurde bei den Olympischen Spielen in Peking am Samstag das dritte Abfahrtstraining der Herren nach nur drei Fahrern abgebrochen. Anschließend hagelte es von den Ski-Stars Kritik. Marco Odermatt & Co. wittern eine Wettbewerbsverzerrung.

„Ich finde es eine absolute Frechheit“, ließ Odermatt an den Mikrofonen des SRF seinem ganzen Ärger freien Lauf. „In den letzten Tagen haben sie (die FIS, Anm. d. Red.) durch Verschiebungen versucht, die Trainings durchzuboxen. Heute wurde es hingegen einfach so abgesagt.“ Dem Schweizer missfiel vor allem, dass mit Mattias Mayer und Aleksander Aamodt Kilde zwei Topfavoriten eine dritte Trainingsmöglichkeit erhielten. „Das ist unfair“, ärgert sich der 24-Jährige.


Dabei hätten die Ski-Asse, laut Odermatt, über den Athletensprecher Johan Clarey Alternativen angeboten. So wären sie einverstanden gewesen, das Training mit Jacke und Skihose zu bestreiten, damit das Tempo deutlich geringer und der Wind so nicht mehr gefährlich ist. „Nach einigen Funksprüchen hat die FIS das Gerät einfach abgestellt. Wir haben keine Antwort erhalten, das ist schlecht“, zeigt sich Odermatt enttäuscht. Mit diesem Gedanken war er nicht alleine. „Es ist schon etwas zum Lachen“, meinte etwa Niels Hintermann.

Waldner verteidigt Entscheidung
Die Antwort von FIS-Renndirektor Markus Waldner blieb nicht aus. „Ich verstehe die Athleten, doch sie müssen auch uns verstehen. Unsere Aufgabe ist es, sie zu schützen“, rechtfertigt der Südtiroler. Um 11 Uhr Ortszeit seien die Bedingungen noch gut gewesen, danach habe der Wind jedoch aufgefrischt. „Die Fahrer stundenlang hier zu behalten und dann können sie doch nicht fahren? Das hätte keinen Sinn gemacht“, findet Waldner. Immerhin werden für die Abfahrt am Sonntag (4 Uhr MEZ) bessere Bedingungen, sprich weniger Wind, vorhergesagt.

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