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Davide Brignone (rechts), Bruder und Trainer von Federica (links) war nicht amüsiert. © Pentaphoto

Ärger in der Familie Brignone: „Warum sagt sie das nur?“

Eigentlich ist es ein Tag der Freude für Federica Brignone. Am Donnerstag hat sie Olympia-Bronze in der Kombination geholt. Doch die Gespräche drehten sich auch nach dem tollen Erfolg vorwiegend um ein anderes Thema.

Ob Maria Rosa Quario ihrer Tochter Federica Brignone hier einen Gefallen getan hat? Die ehemalige Skifahrerin und jetzige Journalistin attackierte nur wenige Stunden vor der Damen-Kombi Federicas Teamkollegin und Dauer-Rivalin Sofia Goggia hart. Die Bergamaskin sei egozentrisch, brauche immer Aufmerksamkeit. Und die Verletzung vor Olympia, ob die wirklich so schwer war wie kommuniziert? „Mit einem gebrochenen Bein bist du nicht 23 Tage danach wieder auf der Piste“, meinte Quario, die auch betonte: „Sofia und Federica sind keine Freundinnen.“


Diese Aussagen haben in Italien hohe Wellen geschlagen. Und sie trübten auch etwas die Freude über Brignones herausragender Leistung am Donnerstag. Die Gesamtweltcupsiegerin 2020 zeigte in der Kombi eine solide Abfahrt und einen erstaunlich starken Slalom, dank dem sie die Bronzemedaille einheimste. Man hatte aber das Gefühl, dass das bestimmende Thema nach dem Rennen nicht das Edelmetall, sondern die Mama-Attacke auf Goggia war.

Bruder Davide ist genervt
Das ärgerte auch Davide Brignone, den Bruder und Trainer von Federica, dessen Unverständnis über die Worte seiner Mutter groß war. „Ich bin ehrlich gesagt ein wenig genervt“, sagt er gegenüber der Gazzetta dello Sport. „Federica leidet darunter. Ich kann meine Mutter hier nicht verstehen. Sie hat jegliches Recht, sich diese Sachen zu denken, denn sie ist nicht die Erste und wird nicht die Letzte sein, die solche Gedanken hat. Aber warum sagt sie es nur?“

Davide und Federica Brignone sind ein starkes Team (Foto: Pentaphoto).


Davide führt weiter aus: „Einerseits schätze ich die Eigenschaft, denn sie hat den Mut, das zu sagen, was sie denkt. Aber was bringt es ihr? Das ist Sport, der Rest ist eine andere Sache. Federica hat heute ein Ski-Rennen bestritten, lassen wir die Medien heute einfach mal weg.“ Das sind klare Worte von Sohnemann Davide, die zeigen: Der Haussegen scheint in der Familie Brignone dieser Stunden schief zu hängen.

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Frau Quario war immer schon eine Nervensäge, die selbst sehr darunter litt, wenn sie nicht der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit war. Sie hatte auch zu ihrer Rennfahrerzeit dauernd Reibereien und Streitigkeiten. Schade! Sohn und Tochter sind ganz andere Menschen.

17.02.2022 18:29

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