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Henrik Kristoffersen hat eine Saison mit Licht und Schatten hinter sich. © AFP / JURE MAKOVEC

Ärger nach Kristoffersen-Aussagen: „Nicht zu akzeptieren“

Henrik Kristoffersen hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Nun sorgen einige seiner Aussagen für Ärger.

Es war unübersehbar und auch unüberhörbar im letzten Winter: Henrik Kristoffersen hatte mit seinem Material Probleme. Besonders auf eisigen Pisten fand sich der Norweger nur schwer zurecht, was er in Interviews auch immer wieder klar zum Ausdruck brachte. Bei seinem Ausrüster Rossignol sorgte er damit klarerweise nicht unbedingt für Freudensprünge. Eine Kristoffersen-Reaktion brachte das Fass nun aber zum Überlaufen.


Beim Weltcupfinale in der Lenzerheide ließ der 23-malige Weltcupsieger seinem Frust freien Lauf und wütete beim Abschnallen der Skier nach dem Slalom: „Diese Skier sind so schlecht…“ Das sorgte für Ärger bei Ausrüster Rossignol – auch, wenn der Norweger zuvor betont hatte, dass diese Aussage nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei.

„Henrik muss aufhören, öffentlich negativ über das Material zu sprechen.“
Rossignol-Rennchef Stephane Mougin

„Auch wenn es nicht die Absicht war, dass dieser Kommentar in den Medien landet, kann ich so etwas nicht akzeptieren“, sagte Rossignol-Rennchef Stephane Mougin zum norwegischen Rundfunk NRK. Er habe bereits mit Kristoffersens Vater gesprochen und darauf hingewiesen, dass „Henrik damit aufhören muss, öffentlich negativ über das Material zu sprechen. Solche Sachen sollen intern geklärt werden und nicht über die Medien.“
Der Rennchef nimmt Kristoffersen in die Pflicht
Mougin gibt zu, dass es Probleme mit dem Material gibt. „Es ist offensichtlich, dass für Henrik etwas nicht so passt, wie es soll.“ Trotzdem sollen die Skier nicht grundsätzlich infrage gestellt werden, denn „wir haben mit anderen Fahrern bewiesen, dass die Skier funktionieren.“

Der Rennchef nimmt Kristoffersen auch in die Pflicht: „Wir haben uns von Henrik mehr erwartet. Wir werden ihm jetzt einige neue Prototypen für die nächste Saison geben. Gleichzeitig muss er sicherstellen, dass er sich so gut wie möglich auf den Olympiawinter vorbereitet.“

Bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich das Verhältnis zwischen Kristoffersen und Rossignol in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt.

Autor: det

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

ewig meckern bringt auch nicht viel, der Kerl wird von Jahr zu Jahr schlechter, weil er überall eine Schuld sucht, nur nicht bei sich selber. In Corvara hat er sich über die Piste das Maul zerrissen und dann war es das einzige Rennen im Jahr, das er gewinnen konnte. Heuer ist er gefahren wie ein Nachtwächter und die Schi seien schuld, er trainiert wahrscheinlich in die falsche Richtung

28.03.2021 10:17

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