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Federica Brignone kam bei ihrer Fahrt zu Sturz. © Screenshot Eurosport

Ärger nach Sturz-Orgie in Garmisch

Schwere Stürze, gar einige Verletzte und ein Renn-Abbruch nach 42 Läuferinnen: Die Damen-Abfahrt in Garmisch hat für ordentlich Wirbel gesorgt. Vor allem die „Azzurre“ hat es hart getroffen.

Den Sieg holte sich in Garmisch die Österreicherin Stephanie Venier – allerdings wurde das Rennen von mehreren schweren Stürzen überschattet. Cornelia Hütter beispielsweise zog sich bei ihrem Abflug eine Knieverletzung zu und verpasst die WM. Federica Brignone kam nach einem Sprung ebenfalls zu Sturz, blieb aber glücklicherweise unverletzt – genauso wie Nicol Delago, die sich bei ihrem Crash nur einige Schürfwunden im Gesicht zugezogen hat. Am schlimmsten traf es eine Teamkollegin der beiden „Azzurre“, nämlich Federica Sosio: Die 24-Jährige stürzte so schwer, dass sie mit dem Hubschrauber abtransportiert werden musste. Diagnose im Krankenhaus: Schien- und Wadenbeinbruch.

Sosio war mit Nummer 42 an den Start gegangen. Nach ihrem Horror-Sturz entschied die Rennleitung, das Rennen abzubrechen. Bereits zuvor wurde das Rennen mehrere Male unterbrochen, unter anderem auch kurz nach dem Start, als der Seilbahn Stadl Sprung entschärft werden musste.

FISI-Präsident übt Kritik
Nach dem Rennen gab es Kritik, vor allem aus dem italienischen Lager – und dort von oberster Stelle. FISI-Präsident Flavio Roda, der am Sonntag die Biathlon-Rennen in Antholz verfolgte, war über das Garmisch-Rennen verärgert. „Wir haben an diesem Wochenende starke Podestplätze mit Paris und Goggia gesammelt. Trotzdem bleibt ein sehr bitterer Nachgeschmack“, so Roda.

FISI-Präsident Flavio Roda.

„Ich habe die Abfahrt von Garmisch im Fernsehen gesehen. Und ich muss sagen, dass mich die vielen Unterbrechungen und Pisten-Verbesserungen während des Rennens betrübt haben“, erklärt der Präsident, der vor allem den Seilbahn Stadl Sprung kritisierte: „Man sah sofort, dass dieser Sprung gefährlich war. Unser Verband verlangt, dass die Sicherheit auf der Piste gewährleistet ist und dass die Athletinnen die besten Bedingungen bei ihren Fahrten vorfinden.“

Autor: det

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