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Alexander Prast möchte sich im Weltcup etablieren. © R. Perathoner

Alexander Prast: „Von Paris und Innerhofer lernen“

Alexander Prast hat sich im italienischen Ski-Nationalteam erstmals in die Weltcup-Gruppe vorgekämpft. Nun will sich der Bozner dort auch behaupten.

Als der italienische Wintersportverband die Ski-Kader für die kommende Saison bekannt gab, fand sich in der Weltcup-Gruppe ein neuer Name wieder. Jener von Alexander Prast. Der 23-Jährige landete in der vergangen Saison in der Europacup-Gesamtwertung auf Rang 4. Hauptverantwortlich dafür waren seine hervorragenden Leistungen im Super-G. So fuhr Prast in dieser Disziplin einen Sieg ein und landete zwei weitere Male auf dem Podest. Zur Belohnung hat er im kommenden Weltcup-Winter im Super-G einen fixen Startplatz erobert.

Im Telefoninterview mit SportNews hat sich Prast unter anderem über den Unterschied zwischen Europa- und Weltcup und zu seinen Zielen für die kommende Saison geäußert.

Herr Prast, wie geht es Ihnen und seit wann sind Sie wieder im Training?

Alexander Prast: „Danke, mir geht es gut. Seit dem Beginn der Coronakrise habe ich zuhause viel trainiert. Die Materialtests, die normal im Frühjahr anstehen, sind heuer ja weggefallen. So habe ich daheim viele Kilometer auf dem Fahrradergometer abgespult, habe aber auch viel Krafttraining gemacht. Dieses absolviere ich weiter zuhause, während ich fürs Fahrradfahren endlich wieder ins Freie gehen kann.“

„Nun gilt es, den nächsten Schritt zu machen“

Blicken wir kurz etwas zurück: Wie zufrieden sind Sie mit der abgelaufenen Saison?

„Es war mein bislang stärkster Winter. Ich hätte zwar einiges noch besser machen können, doch die Tendenz geht in die richtige Richtung. Nun gilt es, den nächsten Schritt zu machen.“


Heuer sind Sie in die Weltcup-Gruppe aufgestiegen. Was wird sich dadurch ändern?

„Nun kann ich von den besten Athleten lernen. Von Dominik Paris oder Christof Innerhofer kann ich mir einiges abschauen. Sie haben auf den unterschiedlichsten Rennstrecken enorm viel Erfahrung gesammelt und können mir so wertvolle Tipps geben, wie man diese und jene Passage beispielsweise am besten fährt. Beide kennen die meisten Weltcup-Strecken aus dem Effeff und wissen auf was es ankommt. Sie sind absolute Ausnahmeathleten.“

Alexander Prast hat eine starke Europacup-Saison hinter sich. © instagram


Im Weltcup gingen Sie bisher 14 Mal an den Start. Einmal schafften Sie es in die Punkteränge. Wie groß ist der Unterschied zwischen Europa- und Weltcup?

„Sehr groß, allein schon die Pisten sind anders präpariert. Im Weltcup sind die Strecken zudem länger und intensiver. Kurven werden beispielsweise mit einer höheren Geschwindigkeit angefahren und sind daher anspruchsvoller. Ich werde versuchen mich so schnell wie möglich anzupassen und dadurch immer schneller zu werden.“

„Ich möchte im Super-G-Weltcup in den Top-30 landen“

Was sind Ihre Ziele für die kommende Weltcup-Saison?

„Mein Ziel ist es, im Super-G-Weltcup in den Top-30 zu landen. Noch dazu will ich mich in der Abfahrt steigern. Wenn ich hier noch einiges dazu lerne, sehe ich mich in beiden Disziplinen für die Zukunft gleich gut aufgestellt, auch wenn ich im Super-G momentan schneller bin.“


Kommen wir abschließend noch kurz zur Aktualität. Wie sieht der Plan für die nächsten Wochen aus?

„Den gesamten Juni werden wir am Stilfser Joch trainieren. Dann muss man schauen, wie sich die Lage hinsichtlich Corona entwickelt. Im Spätsommer würde normalerweise das Skitraining in Ushuaia (Argentinien Anm. d. Red.) anstehen. Doch das steht in Zeiten wie diesen noch in den Sternen.“

Fragen: David Lechthaler

Autor: dl

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