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Lara Gut-Behrami bereut ihr Karriereende nicht. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Lara Gut-Behrami bereut ihr Karriereende nicht. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

„Alles deutlich schöner“: Gut-Behrami vermisst Ski-Zirkus nicht

Seit vergangenen August befindet sich Lara Gut-Behrami offiziell in der Ski-Rente. Der Superstar aus der Schweiz bereut diesen Schritt nicht – und genießt das neue Kapitel.

Auch mit einigem Abstand hat Lara Gut-Behrami keinerlei Zweifel an ihrem Karriereende. Die Schweizerin genießt ihr Leben abseits des Ski-Weltcups und vermisst den Wettkampfalltag offenbar weniger, als sie selbst erwartet hätte. Im Interview mit dem Tages-Anzeiger gewährte die 35-Jährige erstmals ausführlichere Einblicke in die Zeit nach ihrem Abschied. „Seit ich keine Rennen mehr fahre, ist alles deutlich schöner geworden“, sagte die Super-G-Olympiasiegerin von 2022.


Vor allem der permanente Organisationsaufwand rund um Training und Wettkämpfe fällt nun weg. „Ich muss nicht mehr ständig die Wetterprognosen studieren, schauen, wo es Schnee hat. Und ich sitze nicht mehr auf gepackten Koffern und telefoniere täglich, um zu entscheiden, ob wir heute oder morgen abreisen“, merkte sie an.

Gut-Behrami muss keine Grenzen mehr ausloten

Dass sie dem Sport weiterhin verbunden bleibt, zeigt sich unterdessen an ihren Gewohnheiten. Gut-Behrami steht nach wie vor früh auf und trainiert regelmäßig. Aber: „Es geht nicht mehr darum, wie viel Gewicht ich stemme, sondern darum, was mir guttut.“

Lara Gut-Behrami hat im Skisport alles erreicht. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

Lara Gut-Behrami hat im Skisport alles erreicht. © ANSA / GIAN EHRENZELLER


Während sie als Profisportlerin ständig ihre körperlichen Grenzen ausgelotet habe, stehe das heute nicht mehr im Vordergrund. „Heute kann ich auch mal bis Mitternacht einen Film schauen, ohne ans Training vom nächsten Morgen zu denken“, sagte sie.

Auch ein WM-Gold wäre es nicht wert gewesen

Wie endgültig ihre Entscheidung ausgefallen ist, zeigt auch der Blick auf die Heim-WM 2027 in Crans-Montana. Obwohl sie vor eigenem Publikum noch einmal um eine Medaille hätte kämpfen können, kam eine Fortsetzung ihrer Karriere für sie nicht infrage.
„Selbst eine Goldmedaille wäre die Monate nicht wert gewesen, die ich hätte opfern müssen.“ Lara Gut-Behrami

Nach ihrem Kreuzbandriss im November 2025 hatte sie zunächst daran gearbeitet, wieder vollständig gesund zu werden. Als sie im Juli schließlich wieder auf Skiern stand, stellte sie sich die Frage nach einer Rückkehr – und beantwortete sie mit Nein. „Selbst eine Goldmedaille wäre die Monate nicht wert gewesen, die ich hätte opfern müssen“, stellte sie klar.

Mit 48 Weltcupsiegen, 101 Podestplätzen, zwei Gesamtweltcupsiegen, zwei WM-Titeln und einer olympischen Goldmedaille blickt die Tessinerin auf eine außergewöhnliche Laufbahn zurück. Nun genießt sie ihren neuen Lebensabschnitt.

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