
Tobias Kastlunger war nicht zufrieden. © Pentaphoto
Alta Badia: Kastlunger und Maurberger hadern
Im Heim-Slalom von Alta Badia konnte sich am Montag aus Südtiroler Sicht nur Alex Vinatzer für den zweiten Durchgang qualifizieren. Die anderen heimischen Athleten hatten unterdessen zu hadern.
22. Dezember 2025
Aus Stern/La Villa

Von:
Thomas Debelyak
Es war ein enorm enger erster Durchgang, den die Fans am Montag in Alta Badia zu sehen bekamen. Zwischen dem Ersten, Clement Noel, und dem 30., Joshua Sturm, lagen gerade einmal 1,77 Sekunden. Im Slalom auf der Gran Risa kam es also auf jede Hundertstelsekunde an. Zu dieser Erkenntnis gelangte auch Tobias Kastlunger, der den zweiten Lauf lediglich um 0,11 Sekunden verpasste.
Im Ziel hatte der Enneberger zu hadern. „Ich bin nicht zufrieden“, sagt der 26-Jährige. „Hier sind alle extrem eng beieinander, da muss wirklich alles passen, um in den zweiten Lauf zu kommen.“ Kastlunger erreichte heuer einen bärenstarken 12. Platz in Levi, ansonsten schaffte er es im Slalom jedoch nie in die Punkte. „Es ist bisher ein Auf und Ab, und es gibt noch viel Luft nach oben. Die Resultate sind noch nicht die, die ich gerne hätte. Ich muss die Kleinigkeiten verbessern“, sagt Kastlunger.
Simon Maurberger bei seinem Einsatz auf der Gran Risa.
Simon Maurberger hatte vor einem Jahr in Alta Badia für eine kleine Sensation gesorgt und ist mit einer sehr hohen Startnummer in die Punkte gefahren. Heuer war für den Ahrntaler aber bereits nach dem ersten Durchgang Schluss. „Es ist schade, dass ich diese Chance nicht genutzt habe. Im zweiten Lauf wäre sicher einiges drin gewesen, da das Feld wie immer sehr nahe beieinander ist. Das zeigt, wie hoch das Niveau hier ist“, meint Maurberger.
Wann kommt der nächste Weltcupeinsatz?
Nun steht für den Slalomspezialisten eine kurze Weihnachtspause an, dann geht es schon wieder weiter. Wann er das nächste Mal im Weltcup im Einsatz ist, weiß er nicht. „Maubi“ ist nicht Teil der Nationalmannschaft, deshalb erfährt er von seiner Einberufung oft erst einen oder zwei Tage vor dem Rennen. „Die Challenge ist es dann, immer gut vorbereitet und so fit wie möglich zu sein“, sagt Maurberger.Matteo Canins war am Montag ebenfalls im Einsatz, doch auch er verpasste den zweiten Lauf. Bei ihm fehlte rund eine halbe Sekunde. Trotzdem war es ein spezielles Rennen für den 27-Jährigen, der unmittelbar neben der Gran Risa – sprich in St. Kassian – wohnt. „Es ist einfach toll, wie viele Leute man hier kennt. Leider hat es für die Top 30 nicht gereicht. Ich hatte gute Teilstücke, muss es aber schaffen, das als großes Ganzes runterzubringen. Dann wären meine ersten Weltcuppunkte drin“, so Canins.
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