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In Lenzerheide können keine Speed-Rennen stattfinden. © FIS Alpine World Cup Tour

Nichts geht in Lenzerheide: Super-Gs abgesagt

Wieder keine Rennen in Lenzerheide: Nach den Abfahrtsläufen am Vortag mussten am Donnerstag auch die Super-Gs abgesagt werden. Dichter Nebel machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Entgegen der Vorhersage kam in der Nacht auf Donnerstag in der Lenzerheide noch einmal eine große Neuschneemenge zusammen, die umfassende Pistenarbeiten nötig machte. Die Entscheidung, den Reservestart herzurichten fiel früh, dieser lag aber auch inmitten der dichten Nebelbank. Rasch war auch klar, dass die Beginnzeiten 9.30 Uhr für die Damen und 11.00 für die Herren nicht halten würden. Um 11.15 Uhr erfolgte schließlich die endgültige Absage.


Vincent Kriechmayr hat damit als erster Österreicher seit Hannes Reichelt 2008 die kleine Kristallkugel für die Super-G-Wertung gewonnen. Der Österreicher nahm 83 Punkte Vorsprung auf den Schweizer Marco Odermatt mit ins Finale nach Lenzerheide. Bei den Damen stand die Schweizerin Lara Gut-Behrami als Disziplinsiegerin bereits fest.

Vorteil für Pinturault und Vlhova
Im Gesamtweltcup hat der Franzose Alexis Pinturault vor den abschließenden Rennen im Riesentorlauf und Slalom 31 Zähler Vorsprung auf Odermatt, die Slowakin Petra Vlhova nimmt 96 Zähler Polster auf Gut-Behrami mit in das Wochenende. Für Odermatt und Gut-Behrami (beide Schweiz) sind die beiden Absagen sicherlich ein Nachteil. Sie wollten in den beiden Speed-Rennen auf die Technik-Spezialisten Pinturault und Vlhova Boden gutmachen.

Am Freitag steht in Lenzerheide der Teambewerb auf dem Programm. Eine Programmänderung beim Weltcup-Finale ist aufgrund des FIS-Reglements nicht möglich.

Autor: dl

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Kommentare (2)

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Hermann Zanier [melden]

PS zu vorhin: die Zigeunersiedlung ist in Lenzerheide, das eigentlich ein Zigeunerdorf ist

18.03.2021 14:06

Hermann Zanier [melden]

Man hat den Eindruck, dass die Schweizer diese Rennen gar nicht durchführen wollten, viel teure Arbeit, keine zahlenden Zuschauer, das passt nicht zur schweizer Mentalität.
Wenn die Bilder nicht trügen, verirrten sich ein Paar Militäristen auf der Piste, jemand spendierte noch 3 Schaufeln und eine als Räumgerät umgebastelte Kaffeemaschine, mehr kann man in so ein Geschäft nicht hinein stecken. Cortina ist der viel herrschaftlichere Schisportort (ich denke keineswegs an die Zigeunersiedlung dort) und die haben ganz andere Schneemassen beweltigt. Aber immerhin besser so, als die Sportler über eine Rumpelpiste jagen.

18.03.2021 12:36

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