L Ski Alpin

Henrik Kristoffersen war am Mittwoch nicht zu schlagen. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Auf der Garmisch-Buckelpiste: Kristoffersen deklassiert alle

Henrik Kristoffersen ist und bleibt der Slalom-König. Der Norweger ließ sich von den fast unmöglichen Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen und jubelte in Garmisch-Partenkirchen. Vor allem Stefano Gross profitierte auch von den schlechten Verhältnissen.

Die Bedingungen in Garmisch-Partenkirchen ließen so einiges zu wünschen übrig. Der so ungeliebte Kunstschnee konnte auch nach langen Anstrengungen nicht vollständig gebändigt werden. Tiefe Furchen – vor allem im Mittelteil – verlangten den Ski-Assen alles ab und Läufer mit teilweise 2 Sekunden Vorsprung schafften es oftmals nicht, diesen in das Ziel zu verwalten. Zum Schluss gewann jedoch die Qualität der Spitzenläufer die Oberhand und es jubelte der Slalom-Künstler Henrik Kristoffersen vor Manuel Feller (+1,22 Sekunden) und Clement Noel (+1,46 Sekunden).


Henrik Kristoffersen ist es scheinbar egal, was er unter seinen Skiern hat. Er liebt bekanntlich schwere Verhältnisse und bewies dies am Mittwoch erneut eindrucksvoll. Mit einem Vorsprung von 1,22 Sekunden verdrängte er Manuel Feller aus Österreich spielend auf die zweite Position. Der Franzose Clement Noel wurde Dritter. Chancen auf den Sieg hatte auch Linus Straßer aus Deutschland, der alles auf eine Karte setzte und extrem schnell war, dann aber unglücklich ausschied. Es ist der bereits dritte Sieg von Kristoffersen im deutschen Wintersport-Ort.


Manuel Feller landete auf Platz 2. © ANSA / ANNA SZILAGYI


Doch was sich vorher auf der Piste in Garmisch-Partenkirchen abspielte, war beinahe nicht zu glauben. Bereits nach den ersten Läufern baute die Strecke extrem ab und wirbelte das Feld kräftig durcheinander. Einige der besten Slalom-Spezialisten blickten ratlos in die Kamera und verwünschten die beinahe unbefahrbare Piste. Gleich mehrere Fahrer räumten das Feld von hinten auf.


Stefano Gross nutzte seinen frühen Start und machte einen großen Sprung nach vorne. © ANSA / ANNA SZILAGYI


Der Trentiner Stefano Gross profitierte am meisten. Er begann den zweiten Durchgang auf Rang 26, arbeitete sich aber mit einer blitzsauberen Fahrt stetig nach vorne, saß lange auf dem Thron des zwischenzeitlich Führenden und beendete das Rennen sensationell auf Platz 5. Erst Tommaso Sala kam dem 36-Jährigen gefährlich nahe und reihte sich hinter ihm auf Platz 6 ein.

Eine weitere Enttäuschung für die Südtiroler

Die Südtiroler Herren schafften am Mittwoch hingegen nicht die erhoffte Kehrtwende. Alex Vinatzer fädelte bereits im ersten Durchgang mit Startnummer 20 im dritten Saison-Slalom zum dritten Mal ein und wartet in den vergangen Wochen weiterhin auf ein Erfolgserlebnis. Simon Maurberger schrammt knapp am Ticker für den zweiten Durchgang vorbei und blieb auf Rang 31 auf der Strecke. Die weiteren Südtiroler, Tobias Kastlunger (51.) und Debütant Matteo Canins (52.), konnten im ersten Durchgang auf der malträtierten Piste mit ihren hohen Startnummern nichts mehr ausrichten und kamen ebenfalls nicht weiter.

Die Ergebnisse

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Was heisst Gros hat profitiert? Er ist sehr gut gefahren, auch im 1. Lauf, das hat ihm kaum einer nachgemacht, auch nicht mit ähnlichen Nummern. Auch Sala hat sich bestens bewährt, im Gegensatz zu den Südtirolern. Vinatzer ist schnell, aber auch schnell draussen, das muss er ändern, Maurberger muss endlich die Handbremse lösen und die anderen gehören in den Europa-Cup

05.01.2023 09:37

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