
Giovanni Franzoni stellte die Bestzeit in der Abfahrt auf. © APA/afp / FABRICE COFFRINI
Auf Medaillenkurs: Franzoni bringt Vinatzer in Stellung
Am Montag steht bei den Olympischen Spielen in Bormio die Premiere in der Team-Kombination der Herren auf dem Programm. Dabei hat Giovanni Franzoni in der Abfahrt die Bestzeit aufgestellt. Jetzt ist sein Partner, Alex Vinatzer, gefordert.
09. Februar 2026
Von: dl
Dieser Franzoni ist einfach in Überform. Der Silbermedaillengewinner war am Montag auf der Stelvio der Schnellste. Nach der Abfahrt liegt Italien 1 (Franzoni/Vinatzer) in Führung. Franzoni setzte sich dabei vor einem Trio aus der Schweiz durch. Dominik Paris liegt mit Italien 2 hingegen auf Rang fünf.
Nur 21 Teams und insgesamt neun Nationen gingen bei der olympischen Premiere in der Team-Kombi an den Start. Nur zwei Tage nach der Spezialabfahrt präsentierte sich die Stelvio bei Traumwetter wieder in bester Verfassung. Franzoni war um 17 Hundertstelsekunden schneller als der Schweizer Alexis Monney, dessen Werk am Nachmittag Daniel Yule vollenden muss.
Hochspannung im Slalom
Gute Chancen auf Gold haben auch noch Marco Odermatt und Loic Meillard, die in der Team-Kombi sicherlich zu den Top-Favoriten zählen. Odermatt verlor 28 Hundertstel auf Franzoni. Alex Vinatzer muss im Slalom (ab 14 Uhr im SportNews-Ticker) also sicherlich aufs Gaspedal drücken. Vierter sind derzeit Franjo von Allmen und Tanguy Nef. Der Abfahrtsolympiasieger büßte auf Franzoni 42 Hundertstel ein.Dominik Paris liegt mit Tommaso Sala auf Rang fünf. © APA/afp / FABRICE COFFRINI
Dominik Paris verlor knapp sechs Zehntel auf Franzoni. Somit hat er mit seinem Partner, Tommaso Sala, noch Außenseiterchancen auf Edelmetall. Gefahr droht auch von den sechstplatzierten Franzosen Nils Allegre und Clement Noel. Der Slalomhang in Bormio gilt als nicht besonders steil. Es ist noch alles drin, viel wird auch vom Nervenpaket der Slalomfahrer abhängen. Auch ein Atle Lie McGrath (Norwegen), Eduard Hallberg (Finnland) oder Linus Straßer (Deutschland), deren Partner sich außerhalb der Top-10 klassierte, haben noch Außenseiterchancen auf Edelmetall.
Schieder stürzt
Der zweite Südtiroler, Florian Schieder, kam mit Startnummer 8 bereits im oberen Streckenteil zu Sturz und verlor den Ski. Nach ersten Informationen hat sich der Kastelruther dabei aber nicht verletzt (er fuhr selbst ins Ziel), lediglich sein Anzug wurde ramponiert. Damit wird sein Team-Kombi-Partner Tobias Kastlunger im Slalom nicht mehr an den Start gehen können. Das Südtiroler Duo ist ausgeschieden.Team-Kombi der Herren: Stand nach der Abfahrt
| Pos. | Name (Slalomfahrer) | Land | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Giovanni Franzoni (Alex Vinatzer) | ITA | 1.51,80 |
| 2. | Alexis Monney (Daniel Yule) | SUI | +0,17 |
| 3. | Marco Odermatt (Loic Meillard) | SUI | +0,28 |
| 4. | Franjo von Allmen (Tanguy Nef) | SUI | +0,42 |
| 5. | Dominik Paris (Tommaso Sala) | ITA/Ulten | +0,59 |
| 6. | Nils Allegre/Clement Noel | FRA | +0,91 |
| 7. | Vincent Kriechmayr (Manuel Feller) | AUT | +1,25 |
| 8. | Raphael Haaser (Michel Matt) | AUT | +1,27 |
| 8. | Daniel Hemetsberger (Marco Schwarz) | AUT | +1,27 |
| 10. | Stefan Babinsky (Fabio Gstrein) | AUT | +1,30 |
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