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Dominik Paris hat in Wengen ein starkes Lebenszeichen von sich gegeben. © ANSA / PETER KLAUNZER

Ausrufezeichen in Wengen: Das Paris-Lachen ist zurück

Dominik Paris erlebte bisher eine wahre Seuchensaison, sogar von der schwierigsten Phase seiner Karriere war die Rede. Doch das neue Jahr beginnt für den Ultern mit einem starken Ausrufezeichen. Christof Innerhofer hat dagegen einen spektakulären Abflug hingelegt.

„Wenn ihr den Domme im Ziel lachen seht, dann ist alles in Ordnung“, sagte Paris im Vorfeld dieser Saison mit seinem typischen Schmunzler. Dieses Lachen bekamen die Südtiroler Ski-Fans in den letzten Wochen jedoch kaum zu sehen, denn der 33-Jährige machte eine äußerst schwierige Zeit durch. Platz 10 in seinem Wohnzimmer in Bormio war das beste Resultat, ansonsten gab es nur Platzierungen von Rang 18 abwärts. Nun kam aber ausgerechnet in Wengen, wo sich „Domme“ lange Zeit nie so recht wohlgefühlt hatte, das dicke Lebenszeichen: Im Super-G landete er auf dem starken 5. Platz.


Als Paris, der mit der hohen Startnummer 19 ins Rennen gegangen war, nach einer couragierten und beherzten Fahrt im Ziel abschwang und die „5“ aufleuchten sah, freute sich der Ultner riesig darüber. Der Befreiungsschlag war gelungen, das Paris-Lachen ist endlich zurück! Und das auch noch im Super-G, jener Disziplin, die dem Südtiroler zuletzt nicht sehr viel Glück brachte. Paris hat jedenfalls ordentlich Selbstvertrauen getankt für den großen Klassiker am Samstag: Ab 12.30 Uhr steht dann die Lauberhornabfahrt an.

Aleksander Aamodt Kilde war nicht zu schlagen. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Auf den Sieg fehlten Paris am Freitag 1,17 Sekunden. Diesen schnappte sich einmal mehr Aleksander Aamodt Kilde, der die Schweizer Party sprengte und einen Sensationserfolg verhinderte. Denn 27 Hundertstelsekunden hinter dem Norweger reihte sich Stefan Rogentin ein, ein Eidgenosse, der bisher nie am Podest gestanden ist und am Freitag das beste Rennen seines Lebens fuhr. Dritter wurde Superstar Marco Odermatt, der 0,66 Sekunden zurücklag, Platz 4 holte hingegen Vincent Kriechmayr, der am Ende nur sieben Hundertstelsekunden schneller war als Paris.

Innerhofer mit Glück im Unglück, Franzoni schwer verletzt

Für Christof Innerhofer gab es unterdessen einen Schreckmoment. Der Gaiser machte nach wenigen Fahrsekunden einen heftigen Abflug und krachte frontal ins Fangnetz (SportNews berichtete). Glücklicherweise konnte der Routinier schnell Entwarnung geben und alleine ins Ziel fahren. Schlimmer erwischte es unterdessen Giovanni Franzoni, eines der größten Ski-Talente Italiens. Er kam fast exakt an der gleichen Stelle wie Innerhofer zu Sturz und verletzte sich dabei schwer, denn er musste mit dem Helikopter abtransportiert werden.

Das Rennen musste in der Folge länger unterbrochen werden, anschließend kam immer mehr Wind auf. Der Kastelruther Florian Schieder fand mit Startnummer 53 also keine guten Bedingungen mehr vor, deshalb landete er auf dem 43. Platz.

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