
Giovanni Franzoni fuhr die Bestzeit im ersten Wengen-Training. © APA / CHRISTIAN PETERSEN
Azzurri vorne: Erstes Wengen-Beschnuppern vorüber
Das erste Training in Wengen ist geschlagen. Große Aussagekraft für die Rennen am Wochenende dürfte es nicht haben. Vielmehr war es ein erstes Kennenlernen mit der längsten Abfahrtsstrecke im Weltcup-Zirkus.
13. Januar 2026
Von: cst
Das erste Training in Wengen ist immer so eine Sache. Wer nimmt den Übungslauf richtig ernst? Wer nutzt es als Streckenbesichtigung? Und wer gibt überhaupt bis zum Schluss der brutal kräfteraubenden Strecke richtig Gas? Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, dass der eine oder andere Athlet im Training ganz weit vorne ist, der im Rennen nicht mehr ganz in diesen Sphären unterwegs ist.
Ein aktuelles Beispiel: Henrik von Appen. Der Chilene fuhr am Dienstag im ersten Lauberhorn-Training auf Rang 7. Dass der Südamerikaner am Samstag ein ähnliches Resultat einfahren wird, darf zumindest stark bezweifelt werden.
Drei Azzurri ganz vorne – Paris & Co. bremsen sich ein
Bei den Stars der Abfahrtsszene sieht es hingegen anders aus. So bremsten sich Dominik Paris (25.) oder Vincent Kriechmayr (32.) im letzten Teil der Strecke gewaltig ein. James Crawford (41. ) oder Niels Hintermann (45.) fuhren gar nur den oberen Streckenteil, der in Wegen aufgrund des flachen Gleitstücks und dem spektakulären Hundschopf enorme Bedeutung hat, im Renntempo.Kein Stress: Dominik Paris ließ es im unteren Streckenteil gemächlicher angehen, als es am Samstag der Fall sein wird. © APA / EXPA/JOHANN GRODER
So oder so, die Zeitabstände im ersten Training in Wengen waren gewaltig. Giovanni Franzoni war mit 2.28,68 Minuten der Schnellste. Der Azzurro hatte 1,45 Sekunden (!) Vorsprung auf Mattia Casse, der als Zweitschnellster ins Ziel fuhr. Christoph Innerhofer (+1,62), Romed Baumann und Daniel Hemetsberger (beide +1,68) hatten schon über eineinhalb Sekunden Rückstand auf den jungen Italiener.Am Mittwoch und Donnerstag sind zwei weitere Trainings in Wengen geplant. Gut möglich, dass eines von beiden ausgelassen wird. Stand jetzt ist darüber noch nichts bekannt. Das Rennwochenende beginnt am Freitag mit einem Super-G, ehe am Samstag die klassische Lauberhorn-Abfahrt auf dem Programm steht. Am Sonntag gibt’s den Slalom.
1. Abfahrtstraining in Wengen: Das Ergebnis
| Pos. | Name | Land | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Giovanni Franzoni | ITA | 2.28,68 Minuten |
| 2. | Mattia Casse | ITA | +1,45 Sekunden |
| 3. | Christof Innerhofer | ITA/Gais | +1,62 |
| 4. | Romed Baumann | GER | +1,68 |
| 4. | Daniel Hemetsberger | AUT | +1,68 |
| ... | |||
| 13. | Florian Schieder | ITA/Kastelruth | +2,64 |
| 25. | Dominik Paris | ITA/Ulten | +3,49 |
| 53. | Guglielmo Bosca | ITA | +6,81 |
| 60. | Marco Abbruzzese | ITA | +10,34 |
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