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Loic Meillard fuhr der Konkurrenz um die Ohren. © APA / ERWIN SCHERIAU

Schladming: Meillard brilliert, Edelfan Odermatt applaudiert

Der Nacht-Riesentorlauf in Schladming hielt bisher, was er versprach und war schon im ersten Durchgang ein Spektakel. Ein Spektakel, dem ein Schweizer dick und fett seinen Stempel aufdrückte.

Heuer gibt’s in Schladming nicht nur den legendären Nacht-Slalom, sondern auch einen Riesentorlauf. Dieser wird als Ersatz für das ausgefallene Rennen in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen. Der erste Durchgang unter Flutlicht stand ganz im Zeichen der Schweizer, die mit einer Doppelführung in die Entscheidung (ab 20.45 Uhr) gehen. Und das, obwohl der große Star nicht mitwirken kann.


Der am Knie leicht verletzte Marco Odermatt entschied sich nämlich sicherheitshalber gegen einen Start in Schladming und war an diesem Mittwoch als Edelfan vor Ort. Erstaunt war der Gesamtweltcupführende vor allem, als sein Landsmann Loic Meillard die Ziellinie überquerte. Der 26-Jährige aus dem Kanton Neuenburg fuhr vom ersten bis zum letzten Meter in einer eigenen Liga und düpierte die Konkurrenz: Mehr als eine Sekunde gab er dem bis dahin Führenden (und schlussendlich Dritten) Henrik Kristoffersen mit auf den Weg in den zweiten Durchgang.

Marco Odermatt ließ sich das Schladming-Spektakel nicht entgehen und fieberte als Fan mit. © Screenshot


Nur ein Athlet schaffte es, den Rückstand auf Meillard unter einer Sekunde zu halten: Gino Caviezel, ebenfalls ein Schweizer, liegt 64 Hundertstel zurück. Meillard greift also nach seinem ersten Riesentorlaufsieg im Weltcup. Dieses Mal muss er aber die Nerven bewahren: Erst vor wenigen Tagen lag er im Slalom von Wengen zur Halbzeit in Führung, strauchelte aber in der Entscheidung und verpasste den Sieg.

Hannes Zingerle im Glück, Alex Hofer im Pech

Für ein Ausrufezeichen sorgte Hannes Zingerle, der sich als 26. für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte. Der Gadertaler jagt also seine ersten Weltcuppunkte in diesem Winter, nachdem er in den bisherigen vier Rennen entweder ausgeschieden ist oder sich nicht für die Entscheidung qualifizieren konnte. Ansonsten ist von den Azzurri nur mehr Giovanni Borsotti (21.) mit dabei.

Der Kastelruther Alex Hofer hatte dagegen das Glück nicht auf seiner Seite: Er verpasste als 31. den zweiten Durchgang nur um mickrige acht Hundertstel. Eine herbe Enttäuschung gab es für Luca De Aliprandini, der sage und schreibe 4,03 Sekunden auf den Halbzeitführenden Meillard aufriss und 45. wurde. Simon Maurberger (40.), Tobias Kastlunger (49.) und Alex Vinatzer (53.) sind in der Entscheidung ebenfalls nicht mehr dabei.

Die Entscheidung steigt ab 20.45 Uhr. Mit dem SportNews-Liveticker verpassen Sie nichts!

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