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Karoline Pichler wird gefeiert: Sie gewann. © Christian Tschurtschenthaler

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Karoline Pichler wird gefeiert: Sie gewann. © Christian Tschurtschenthaler

Beim Helmissimo: Karoline Pichler triumphiert erneut

Traumhafte Pistenverhältnisse und beste Stimmung prägten die 16. Ausgabe des Südtirol Helmissimo im Skigebiet 3 Zinnen. Athleten aus 10 Nationen waren am Start des längsten Riesentorlaufes des Pustertales. Ein Rennen für die Allerhärtesten ihrer Zunft und große Emotionen.

Die Latte lag hoch für die 220 Starter, die sich am Samstagmorgen vom Helmplateau auf 2050 m in die Tiefe stürzten: 1000 Höhenmeter, 104 Tore und 4,5 km bis ins Ziel in Vierschach – ein Knochenjob, der im besten Fall mit Schmerzen und brennenden Oberschenkeln endet. Und alle wollten nur das eine: Jagd machen auf die Bestzeiten der beiden Südtiroler Vorjahressieger Karoline Pichler und Aaron Hofer. Nicht weniger als sieben Helmissimo-Sieger der vergangenen 15 Ausgaben waren an den Ort des Geschehens zurückgekehrt, um Großes zu schaffen.


Die 31-jährige Petersbergerin Karoline Pichler, die 2012 ihr Debüt im Damenweltcup feierte und vor zwei Jahren ihre aktive Rennkarriere in der italienischen Nationalmannschaft beendete, legte mit Startnummer 14 einen Traumlauf hin und ging mit einer Zeit von 3.03,34 Minuten in Führung. Eine Zeit, an der sich alle die Zähne ausbissen. So lag die achtfache Seriensiegerin Karoline Trojer aus Innichen als Zweitplatzierte bereits über fünf Sekunden zurück. Knapp dreieinhalb Sekunden dahinter folgte die erste Österreicherin Bibiana Mattersberger auf Platz drei.

Aaron Hofer (links) gewann bei den Herren, Karoline Pichler bei den Damen.

Aaron Hofer (links) gewann bei den Herren, Karoline Pichler bei den Damen.


Der Österreicher Peter Kropf (Startnummer 107) sah bei den Herren lange Zeit wie der unantastbare Dominator aus, bis mit Nummer 158 der Wipptaler Aaron Hofer mit 3.07,25 um 40 Hundertstelsekunden schneller war. Gleich dahinter wollte ihm der Mölltaler David Gruber (Startnummer 159) den Sieg wegschnappen, verfehlte aber das höchste Podest um lächerliche 20 Hundertstelsekunden. Eine starke Leistung zeigte der erste Helmissimo-Sieger des Jahres 2007 Daniel Klettenhammer, der mit über zwei Sekunden Rückstand auf dem undankbaren vierten Platz landete, dicht gefolgt von Matthias Oberhammer (3.10,02).

Österreicher holen Mannschaftswertung

Die Mannschaftswertung holten sich die Österreicher mit dem Team Gölbnerblick (David Gruber, Peter Kropf, Daniel Klettenhammer, Robert Gasser, Giusy Rottonara), gleich dahinter das Team 3 Zinnen mit Karoline Trojer, Matthias Oberhammer, Manuel Summerer, Hannah Feichter und Norbert Pfeifhofer und auf Platz 3 die Mannschaft von Holzbau Duregger mit Bibiana Mattersberger, Markus Duregger, Hannes Schmidhofer, Philipp Steiner und Arthur Bürgler.

Ganz im Zeichen des Olympischen Gedankens „Dabeisein ist alles“ gestaltete sich die Siegerehrung. Einen emotionalen Auftritt erlebte die zehnköpfige ukrainische Delegation um die Olympionikin der Winterspiele von Vancouver und Sotschi, Bogdana Matsotska. Und auch der Veranstalter erhielt am Ende des Tages seine Lorbeeren: der Amateursportverein Helm-Vierschach und seine rund 130 freiwilligen Helfer wurden zum Dank mit goldenem Applaus bedacht.

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