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Frederic Berthold setzte sich bei der Europacup-Abfarht in Reinswald durch (Foto: hantha) Silvano Varettoni war als Zweiter bester "Azzurro" Das Podium der Männer (Foto: Martin Thaler)

Berthold holt sich die EC-Abfahrt in Reinswald - AUDIO

Der Vorarlberger Frederic Berthold hat am Mittwoch die klassische Abfahrt auf der Plankenhornpiste im Rahmen der Sarner Europacup-Woche für sich entschieden. Der Österreicher verwies den „Azzurro“ Silvano Varettoni und Johannes Kröll (ebenfalls Österreich) auf die Plätze.

Berthold stellte bei perfekten Bedingungen auf der rund 3600 Meter langen Plankenhornpiste (840 Meter Höhendifferenz) in 2.14,44 Minuten Bestzeit auf und war damit rund eine Sekunde schneller als im Dienstagstraining, das er ebenfalls an erster Stelle beendet hatte. Der 21-jährige Vorarlberger war 0,35 Sekunden schneller als Silvano Varettoni aus Borca di Cadore und 0,67 Sekunden als der Steirer Johannes Kröll. Varettoni hatte im Vorjahr im Sarntal den Super-G gewonnen, Kröll stand in Reinswald noch nie am Podest.

Für Berthold, der in seiner Karriere drei Mal Vize-Weltmeister wurde, war es der zweite Sieg in einem Europacup-Rennen. Seinen ersten Erfolg hatte er vor einem Jahr ebenfalls in Reinswald gefeiert, als er die Super-Kombi für sich entschieden hatte. Überhaupt scheint dem Sohn von ÖSV-Cheftrainer Matthias Berthold die Plankenhornpiste zu liegen, denn es war sein viertes Europacup-Podium im Sarntal.


Ralph Weber bleibt in der Disziplinen-Wertung vorne

Im vergangenen Jahr war die ÖSV-Nachwuchshoffnung in allen drei Rennen auf das „Stockerl“ gerast. Sein bestes Ergebnis im Weltcup hat Frederic Berthold kurioserweise ebenfalls in Südtirol erreicht. Auf der Grödner Saslong wurde er im Dezember in der Abfahrt 23.

Der Schweizer Ralph Weber, der heuer eine Europacup-Abfahrt gewonnen hat und zwei Mal Zweiter wurde, musste sich in Reinswald hinter Josef Ferstl aus Deutschland mit Rang fünf zufrieden geben. Der 19-jährige Eidgenosse bleibt aber Führender in der Europacup-Abfahrtswertung.

Bester Südtiroler Abfahrer war am Mittwoch der Wipptaler Aaron Hofer, der als 61. ins Ziel kam. Sein Rückstand auf Sieger Berthold betrug 5,19 Sekunden. Insgesamt waren bei der Europacup-Abfahrt in Reinswald 111 Rennläufer aus 19 Nationen am Start. Das wichtigste Wintersport-Event des Sarntals wird am Donnerstag mit der Super-Combi fortgesetzt und am Freitag mit dem Super-G abgeschlossen.


FIS Europacup in Reinswald/Sarntal (ITA) – Abfahrt der Männer

1. Frederic Berthold (AUT) 2.14,44
2. Silvano Varettoni (ITA) 2.14,79
3. Johannes Kröll (AUT) 2.15,11
4. Josef Ferstl (GER) 2.15,23
5. Ralph Weber (SUI) 2.15,24
6. Otmar Striedinger (AUT) 2.15,30
7. Vitus Lüönd (SUI) 2.15,56
8. Valentin Giraud Moine (FRA) 2.15,67
9. Tobias Grünenfelder (SUI) 2.15,71
10. Yannick Bertrand (FRA) 2.15,91

61. Aaron Hofer (ITA) 2.19,63
65. Luis Kuppelwieser (ITA) 2.19,86
75. Maximilian Messner (ITA) 2.20,41
78. Christoph Atz (ITA) 2.20,61
82. Alexander Rabanser (ITA) 2.21,15
84. Fritz Lintner (ITA) 2.21,35
92. Alex Martiner (ITA) 2.23,06


Stimmen zum Rennen:

Frederic Berthold (Sieger): „Mir ist im Sarntal wieder ein super Rennen gelungen. Ich fühle mich sehr wohl auf der Strecke. Nach der Trainingsbestzeit gestern habe ich mich ein wenig unter Druck gesetzt und wollte unbedingt gewinnen. Das ist mir geglückt und ich bin sehr zufrieden.“

Silvano Varettoni (bester Italiener): „Ich bin sehr zufrieden, nachdem ich hier ja schon im vergangenen Jahr den Super-G gewinnen konnte. Oben habe ich vielleicht ein bisschen Zeit liegen lassen, aber das passt schon. Die Piste kommt meinen Eigenschaften sehr entgegen. Am Freitag beim Super-G werden ich jedenfalls noch einmal voll angreifen.“

Autor: sportnews

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