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Kompakt zum nächsten Sieg: Sofia Goggia © APA/afp / TIZIANA FABI

Besonnen zum nächsten Sieg: Die Dominatorin feiert wieder

Wer soll Sofia Goggia schlagen? Das war die brennende Frage am Freitag vor der ersten Abfahrt in Cortina. Die Antwort lautete wie so oft: Niemand. Die Italienerin ließ alle hinter sich, bejubelte den nächsten Erfolg und baute ihre Führung in der Disziplinenwertung weiter aus.

Die Olimpia delle Tofane präsentierte sich von seiner besten Seite. Der Schneeuntergrund war perfekt präpariert, die Sonne lachte und die Temperaturen waren winterlich. Kurzum: Die Athletinnen freuten sich über perfekte Verhältnisse. Weil die Bedingungen so gut waren, durften sich die Speed-Asse keine Fehler erlauben und mussten zugleich viel riskieren. Diese Kombination gelang Sofia Goggia perfekt. Die 30-Jährige zeigte eine für ihre Verhältnisse ruhige Fahrt und gewann die bereits vierte Abfahrt in der laufenden Saison. Sie setzte sich vor Ilka Stuhec (Slowenien) und der Deutschen Kira Weidle durch.



Die Speed-Dominatorin ließ es im oberen Bereich etwas ruhiger angehen, um nach der Curva Grande den Turbo zu zünden und allen davon zu fahren. Auffallend: Goggia mied das große Risiko und zeigte stattdessen eine Fahrt mit Köpfchen. Die gefürchteten Schrecksekunden blieben komplett aus. Das war wohl auch der Grund, weswegen die Konkurrentinnen der Italienerin gefährlich nahe kamen. Allen voran Ilka Stuhec, die dank eines sensationellen unteren Abschnittes mit nur 13 Hundertstel Rückstand im Ziel abschwang. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar: Heute ist Goggia nicht unantastbar.

Ilka Stuhec wurde Zweite. © APA/afp / TIZIANA FABI


Die mit Fortdauer der Minuten besser werdenden Sichtverhältnisse trugen zusätzlich dazu bei. Doch weder Lara Gut-Behrami noch die im Training so starke Mikaela Shiffrin konnten Goggia abfangen. Die Superstars belegten letztlich die Plätze vier und fünf. Als die US-Amerikanerin das Ziel mit Rückstand durchquerte, wurde Goggia emotional. Sie zog ihre Mütze über die Augen und hielt ihre Tränen zurück. Verständlich, kehrte sie doch an jenem Ort zurück, wo sie sich im Vorjahr am Knie verletzte. Neben Goggia sorgte auch Corinne Suter für Schlagzeilen. Die Schweizerin kam im unteren Abschnitt nach einer Welle spektakulär zu Sturz, konnte aber alleine talabwärts fahren.

Eine gute Fahrt zeigte auch Nicol Delago. Obwohl sie am Ende „nur“ den 18. Rang belegte, durfte sie sich freuen. Der Rückstand auf Rang 12 betrug lediglich 11 Hundertstel. Die zweite Abfahrt am Samstag kann sie somit mit viel Selbstvertrauen angehen. Anders ist die Situation bei ihrer Schwester Nadia, die mit dem 28. Rang hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb. Karoline Pichler schied aus. Teresa Runggaldier schlug sich wacker, verpasste aber die Punkteränge.

1. Abfahrt in Cortina

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