
Lucas Braathen hat die Kugel für den Riesentorlauf-Weltcup gewonnen. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Braathen schreibt in seiner alten Heimat Skigeschichte
In Hafjell (NOR) deutete sich beim Riesentorlauf-Weltcupfinale ein spannender zweiter Durchgang an. Der Führende in der Gesamtwertung Marco Odermatt war ausgeschieden und ausgerechnet sein größter Konkurrent lag zur Pause in Führung. Dieser durfte am Ende doppelt jubeln.
24. März 2026
Von: cst
Marco Odermatt hat die Kristallkugel im Riesentorlauf, seiner einstigen Paradedisziplin, heuer nicht geholt. Der Schweizer war im ersten Durchgang ausgeschieden und hatte damit die Chance, sich die kleine Kristallkugel aus eigener Kraft zu holen, vergeben. Teamkollege Loic Meillard und Lucas Pinheiro Braathen (BRA) hatten die Chance, Odermatt zu überholen – wobei Braathen alle Trümpfe in der Hand hielt. Er führte nämlich nach dem ersten Lauf in Hafjell.
Ein aufgelegter Elfmeter für den Brasilianer mit norwegischen Wurzeln. Braathen ließ sich die Butter im zweiten Durchgang nicht mehr vom Brot nehmen und feierte nicht nur den Sieg, sondern holte sich auch die kleine Kugel für den Riesentorlauf-Weltcup. Damit schreibt Braathen Skigeschichte, denn einen brasilianischen Kugelgewinner gab es bis dato nie. Mit 547 Punkten holte sich Braathen den Gesamtsieg vor Odermatt (495) und Meillard (486).
Enttäuscht: Marco Odermatt hat die Kugel am letzten Tag aus der Hand gegeben. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Meillard wurde zweiter Zweiter (+0,63 Sekunden), während Atle Lie McGrath das Podest als Dritter komplettierte (+0,87). Auf Rang vier fuhr der Österreicher Stefan Brennsteiner (+0,88).Keine Punkte für Vinatzer
Alex Vinatzer beendet die Riesentorlauf-Saison ohne weitere Punkte. Der Wolkensteiner kam bereits im ersten Durchgang nicht in Fahrt und konnte sich im Finale nicht entscheidend verbessern. Rang 20 bedeutet für Vinatzer, dass es in Hafjell keine Punkte gibt. Dasselbe gilt für Giovanni Franzoni (22.). Beim Weltcupfinale bekommen nur die Top 15 Punkte.Profil bearbeiten
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