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Lucas Pinheiro Braathen wurde von seinen Emotionen überrollt. © ANSA / ANNA SZILAGYI

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Lucas Pinheiro Braathen wurde von seinen Emotionen überrollt. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Braathens Freudentränen: „Brasilien hat mich geformt“

Als sich Lucas Pinheiro Braathen seinen Gold-Traum erfüllte, kannten seine Emotionen keine Grenzen mehr.

Der Brasilianer weinte, lachte und hüpfte, denn der 25-Jährige wurde mit seinem Riesentorlauf-Triumph in Bormio nicht nur Olympiasieger, sondern holte auch die erste südamerikanische Medaille bei Winterspielen überhaupt. Danach blickte der Skirennläufer auf seinen besonderen Weg zurück. „Ohne diese drastischen Entscheidungen würde ich nicht hier sitzen“, sagte er.


Denn im Herbst 2023 hatte Braathen in Sölden unmittelbar vor dem Saisonstart im Alter von 23 Jahren völlig überraschend sein Karriereende verkündet – unter anderem auch wegen Streitigkeiten mit dem norwegischen Skiverband. Braathen war unglücklich, pausierte und kehrte ein Jahr später für das Heimatland seiner Mutter in den Ski-Zirkus zurück. Am Samstag, am Tag seines größten Erfolges, wurde der exzentrische Wahl-Salzburger in seinen Handlungen bestätigt.

Durch Fußball wuchs die Liebe zum Sport

„Ich habe es mir vorgestellt, manifestiert und so lange davon geträumt“, erzählte Braathen, umhüllt von einer brasilianischen Flagge im Pressezentrum am Rande der Stelvio. „Obwohl ich so sehr daran geglaubt habe und ich wusste, dass es für mich bestimmt war, fühlt es sich noch immer so unglaublich an, dass dieser Traum nun Realität ist“, ergänzte der exzentrische Modeliebhaber, der seine Wohnsitze in Altenmarkt im Pongau sowie Mailand hat.
Stolz darauf, ein Brasilianer zu sein: Lucas Pinheiro Braathen. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

Stolz darauf, ein Brasilianer zu sein: Lucas Pinheiro Braathen. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

Mit der Goldmedaille um den Hals hob der in Oslo geborene Sohn einer brasilianischen Mutter und eines norwegischen Vaters seine Liebe zu seinem Heimatland hervor. „Ich bin mehr als stolz, dass die Nationalhymne wegen mir gespielt wurde.“ Er habe sie so oft beim brasilianischen Fußball-Nationalteam gehört, dort, „wo meine Liebe zum Sport wuchs“, sagte Braathen, der als Kind großer Fan von Ronaldinho war. Er freue sich nun sehr darauf, wieder nach Brasilien zu reisen. „Dieses Land hat mich zu der Person geformt, die ich bin“, sagte Braathen.

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