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Genießt in der neuen Saison größere Freiheiten: Federica Brignone © Pentaphoto

Brignone erhält den gewünschten Sonderstatus

Federica Brignone hat in der letzten Saison zwar ein Weltcup-Rennen gewonnen, Schlagzeilen aber vor allem durch ihre Aussagen gemacht. Diese haben offensichtlich gewirkt, denn zur neuen Saison erhält die 30-Jährige einen Sonderstatus.

Nach dem Riesentorlauf in Lenzerheide nahm die temperamentvolle Italienerin kein Blatt vor dem Mund und sagte: „Ich weiß nicht, ob ihr mich im nächsten Jahr noch sehen werdet.“ Es sei ihr alles egal gewesen und es habe nicht viel Sinn, in einem solchen Zustand Rennen zu bestreiten. Konkretes sprach die Frau aus La Salle nicht an, doch es kristallisierte sich heraus, dass sie vor allem mit den Trainingsbedingungen in der sogenannten Elite-Gruppe mit Sofia Goggia und Marta Bassino, die im Gegensatz zu Brignone sehr eng befreundet sind, nicht zufrieden war. Deshalb erhält sie zur neuen Saison einen Sonderstatus.


Zwar scheint die Allrounderin in den vom Wintersportverband FISI veröffentlichten Mannschaften nach wie vor in der Elite-Gruppe auf, allerdings ist Brignones Name mit einem Sternchen versehen. „Programma dedicato“, also spezielles Programm ist angefügt. Gianluca Rulfi, Leiter der Elite-Gruppe, schafft in einem Interview mit Sciaremag Klarheit: „Wir geben Federica die Möglichkeit, ruhig, also außerhalb der Elite-Gruppe zu trainieren, sollte sie in gewissen Momenten dies bevorzugen“, erklärt Rulfi: „Es ist gut, dass sie den besten Rahmen findet, damit sie konzentriert Skifahren und das Maximum aus sich herausholen kann.“ Auf die letzte Saison angesprochen, meint Rulfi, dass es keinen Sinn mache, „noch einmal auf die Gründe einzugehen, die sie gestört haben, auch weil es ihre persönliche Situation ist.“

Dicke Luft
Rulfi spricht darüber hinaus klipp und klar an, dass Brignones Fokus sich voll und ganz auf die Olympischen Spiele richtet. Das Programm werde darauf abgestimmt, Details könne er aber noch nicht verraten. Dass Brignone in Zukunft nicht mehr oft mit Bassino und Goggia trainieren wird, hatte Letztere bereits vor kurzem gesagt, als sie meinte, das Team bestehe nur aus ihr und Bassino. Wie sich diese verhärteten Fronten zwischen Italiens Ski-Stars und die neuen Trainingsbedingungen auf die Leistungen auswirken, wird die neue Saison zeigen.

Schlagwörter: Wintersport

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