
Federica Brignone spricht über ihren Weg zurück. © Pentaphoto
Brignone gewährt Einblicke: „Der Schmerz ist da“
Mit dem ersten Riesentorlauf-Training seit ihrer schweren Verletzung machte Federica Brignone in der letzten Woche auf sich aufmerksam. Nun meldete sich die Italienerin zu Wort und sprach über ihr Comeback.
30. Dezember 2025
Von: leo
Anfang April zog sich Federica Brignone eine mehrfache Fraktur des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes sowie einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Nach Bekanntwerden dieser Diagnose glaubten nur die größten Optimisten an eine Teilnahme der 35-Jährigen an den Olympischen Spielen im eigenen Land. Brignone ist jedoch auf dem besten Wege, das Wunder zu vollbringen. Vor wenigen Tagen veröffentlichte der italienische Wintersportverband FISI Bilder des Riesentorlauf-Trainings der amtierenden Gesamtweltcup-Siegerin.
Im Rahmen einer Buchveröffentlichung ihrer Mutter Maria Rosa Quario sprach die Italienerin nun über ihren Gesundheitszustand. „Der Schmerz ist da, das kann ich nicht leugnen. Aber von Tag zu Tag geht es zum Glück besser“, sagte die 37-fache Weltcupsiegerin an den Mikrofonen der RAI. „Es fehlen noch sehr viele Trainingskilometer. Normalerweise absolviere ich eine siebenmonatige Ski-Vorbereitung, bevor ich Rennen bestreite. Jetzt muss ich das in zwei Monaten komprimieren.“
Intensität stetig erhöhen
Die Trainingsbelastung sei laut Brignone auch nicht mit jener im Rennen zu vergleichen. „Ich habe jetzt acht Monate benötigt, um meinen Körper auf Vordermann zu bringen. Aber er ist noch nicht im gleichen Zustand wie vor der Verletzung. Fahrten auf einer schwierigen Schneeunterlage, mit Schlägen, fehlen mir noch“, erzählt Brignone, die nichtsdestotrotz zuversichtlich bleibt. „Ich werde versuchen, mich in der bestmöglichen Verfassung bei den Olympischen Spielen zu präsentieren.“Feilt am Comeback: Federica Brignone © Pentaphoto
Zugleich steht aber fest: Sollte die 35-Jährige im nächsten Monat nicht die erforderlichen Fortschritte machen, wird sie in Cortina d’Ampezzo nicht antreten. „Ich werde keiner Mannschaftskollegin den Platz wegnehmen, wenn ich mich nicht gut fühlen sollte. Es würde mich auch niemand nominieren, weil andere Athletinnen schlicht schneller sind. Antreten und dann bremsen kommt für mich nicht in Frage“, schließt Brignone aus.
Bleibt die Frage: Wird sich Brignone vor den Olympischen Spielen noch im Weltcup zeigen? In den letzten Tagen kursierten Gerüchte, wonach sie den Riesentorlauf in St. Vigil am 20. Jänner als Comeback-Datum anvisiert. Die erste olympische Entscheidung in Cortina steht am 8. Februar auf dem Programm.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)