ZUM WEITERKLICKEN: Emanuele Buzzis Schreckminuten in unserer Bildergalerie. © APA/afp / COFFRINI

Buzzis tragische Rolle: Erfolgsmoment folgt Schock-Diagnose

Die traditionsreiche Lauberhorn-Abfahrt wurde am Samstag durch den bösen Sturz von Emanuele Buzzi überschattet. Nun liegt ein erster Befund vor.

Bei der kräftezehrenden Abfahrt in Wengen kam es Samstagmittag zu mehreren Stürzen und Ausfällen (Hier geht's zum Rennbericht). Ein Crash überschattete die überragende Siegesfahrt des Österreichers Vincent Kriechmayer besonders, nämlich jener von Emanuele Buzzi.

Buzzi verbucht bestes Weltcupergebnis

Der 24-Jährige, der in Innichen geboren und im nahen Sappada/Plodn aufgewachsen ist, ging mit Startnummer 25 ins Rennen. Mit einer rasanten Fahrt überraschte er alle Experten. Als Sechster preschte er noch ins vordere Feld und verbuchte zugleich sein bestes Weltcupsrgebnis überhaupt.

Die Freude über die bärenstarke Leistung währte allerdings nur Sekundenbruchteile, denn Buzzi war so ausgelaugt, dass er sich unmittelbar nach der Zieldurchfahrt nicht mehr auf den Beinen halten konnte und mit voller Wucht in die Werbebanden donnerte. Dort klemmte er zunächst fest, ehe herbeigeeilte Helfer ihn befreien konnten. „Als ich abbremsen wollte, haben mich plötzlich die Kräfte verlassen. Ich sah noch dieses Auffangkissen auf mich zukommen und dann kam der Aufprall“, erinnert sich der Speed-Spezialist aus dem Friaul.

Vor 10 Monaten bereits eine ähnliche Verletzung

Noch im Zielgelände wurde er mit Infusionen erstversorgt, dann folgte per Hubschrauber der Transport ins 15 Kilometer entfernte Krankenhaus in Interlaken. Dort stellten die Ärzte bereits am frühen Abend eine Diagnose aus. Eine CT-Untersuchung ergab einen Bruch des Schienbeinkopfs am rechten Bein, zudem zog er sich mehrere Prellungen zu. Bereits in den nächsten Tagen soll ein chirurgischer Eingriff folgen, erst dann wird man sehen, inwieweit die Bänder im Knie in Mitleidenschaft gezogen worden sind.
„Das ist so schade, Ausgerechnet jetzt...“
Emanuele Buzzi
Bitter für Buzzi: Bereits beim Weltcupfinale 2018 zog er sich am selben Bein eine ähnliche Verletzung zu. Nun wird er neuerlich lange zuschauen müssen. „Das ist so schade. Ausgerechnet jetzt musste das passieren, wo ich es doch endlich mal geschafft hatte, alle Puzzleteile zusammenzufügen und ein tolles Ergebnis einzufahren“, ärgert sich Buzzi. Er wurde noch am Samstagabend nach Italien geflogen, wo in den kommenden Tagen die medizinische Betreuung fortgesetzt wird.

Autor: fop

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