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Simon Maurberger und Sam Maes trainierten mit dem Global Racing Team. © Social Media

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Simon Maurberger und Sam Maes trainierten mit dem Global Racing Team. © Social Media

Das Ende einer Ära: Ski-Team stellt Betrieb ein

Für viele Skiprofis, die nicht einer Nationalmannschaft angehören, war das Global Racing Team jahrelang unverzichtbar. Gründer Paul Epstein stellt nach dieser Saison aber den Betrieb ein, womit viele Athleten vor einer ungewissen Zukunft stehen.

Von Hannes Zingerle über Simon Maurberger bis hin zu Sam Maes: Das Global Racing Team bot im Stich gelassenen Athleten in den letzten 13 Jahren optimale Bedingungen, um den eigenen Ski-Traum weiterleben zu können. „Ich liebe meinen Beruf als Trainer und übe ihn mit großer Leidenschaft aus“, erklärt Epstein gegenüber dem Portal Skiracing: „Aber die vielen organisatorischen Aufgaben nehmen mir immer mehr Zeit – sowohl fürs Training als auch für meine Familie. Deshalb ist das für mich nicht mehr der richtige Weg.“


Er fügt hinzu: „Das Global Racing Team hat sich einen Namen gemacht und genießt in der Ski-Welt ein hohes Ansehen. So möchte ich, dass man sich daran erinnert.“ Seit der Gründung im Jahr 2013 bot die Trainingsgruppe Athleten außerhalb der Nationalmannschaften Trainingsbedingungen und eine professionelle Betreuung. Mit Zingerle und Maurberger gingen auch zwei heimische Skiprofis diesen Weg. Dafür mussten sie laut Skiracing rund 50.000 Euro pro Jahr aufbringen.

Eine große Lücke

In den letzten Jahren feierte das Programm immer größere Erfolge – wie etwa durch Sam Maes, der in die Top 10 des Weltcups fuhr. Für den Belgier und viele andere Athleten eröffnet sich nun ein Vakuum, wie es der für Dänemark fahrende Christian Borgnaes beschreibt. „Es wird schwierig sein, für das Geld, das wir bisher bezahlt haben, ähnliche Trainingsbedingungen zu bekommen.“ Borgnaes befürchtet einen erheblichen Anstieg der Kosten.

Hannes Zingerle war Teil des Global Racing Teams. © Pentaphoto

Hannes Zingerle war Teil des Global Racing Teams. © Pentaphoto


Der gebürtige Österreicher erklärt auch, was das Global Racing Team so besonders machte: „Verschiedene Athleten mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen kamen zusammen und spornten sich gegenseitig an. Das war die Grundidee der Mannschaft.“

Zwei Mitglieder des Global Racing Teams, Maurberger und Harry Laidlaw aus Australien, haben unterdessen entschieden, ihre Karriere zu beenden. Weitere könnten angesichts dieser unerfreulichen Neuigkeit folgen.

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