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Marco Odermatt überzeugte mit spektakulären Schräglagen. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Das Imperium schlägt zurück: Odermatt im Super-G unschlagbar

Beim zweiten Super-G der laufenden Saison triumphierte der Dominator der letzten Jahre. Marco Odermatt war auf der Stelvio in Bormio nicht zu schlagen. Indes wurde Christof Innerhofer nach einem Sturz vom Helikopter abtransportiert.

Am Donnerstag musste sich Marco Odermatt noch Cyprien Sarrazin aus Frankreich geschlagen geben – einen Tag später konnte dem Schweizer auf der Stelvio niemand mehr das Wasser reichen. Er gewann mit einem komfortablen Abstand vor dem Österreicher Raphael Haaser (+0,98 Sekunden) und Aleksander Aamodt Kilde (+1,31). Nachdem sich Marco Schwarz in der Abfahrt verletzt hatte, baute der Schweizer die Führung im Gesamtweltcup somit weiter aus und übernahm auch das rote Trikot des Disziplinen-Führenden.


Auch der Super-G auf der Stelvio erwies sich dabei als äußerst anspruchsvolles Rennen. Die besten Speed-Fahrer der Welt holperten und polterten am Freitagmittag die legendäre Strecke in Bormio hinunter und mussten erneut ihren gesamten Mut und technisches Geschick beweisen, um das Ziel zu erreichen. Beeindrucken ließ sich Odermatt davon jedoch nicht. Wo andere querstellten und an drifteten, zog der 26-Jährige im besten Riesentorlaufstil wie auf Schienen voll durch und brachte die Fans in Bormio mit wagemutigen Querlagen zum Staunen. Platz 1 mit einem Vorsprung von 0,98 Sekunden war das Resultat.

Kilde muss noch warten

Bis dahin saß Haaser auf dem Thron des Zwischenzeit-Führenden. Damit bestätigte der 26-Jährige mit dem zweiten Platz die starke Form des ÖSV-Teams in dieser Disziplin, nachdem Teamkollege Vincent Kriechmayer den Super-G in Gröden gewonnen hatte. Haaser war der einzige Fahrer, der mit Blick auf Odermatt unter einer Sekunde blieb. Der Nordtiroler hatte zuvor bereits Aleksander Aamodt Kilde vom Platz an der Sonne verdrängt, der in dieser Saison damit weiterhin seinem ersten Sieg hinterher fährt. Er ließ vor allem im unteren Abschnitt viel Zeit liegen.

Dominik Paris schied nach wenigen Toren aus. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Nichts wurde es derweil mit dem achten Stelvio-Sieg von Dominik Paris. Er eröffnete den Super-G mit Startnummer 1 engagiert, lag jedoch nach wenigen Toren erneut im Schnee von Bormio. Nach ungefähr 35 Fahrsekunden trieb es den Ultner im schattigen Teil nach außen und die starke Innenlage beförderte den Gröden-Sieger in Folge auf die harte Piste. Glücklicherweise blieb Paris auch diesmal unverletzt. Mattia Casse schied später in derselben Passage aus.

Schock um Innerhofer

Schlimmer sah der Sturz von Christof Innerhofer aus, der mit Startnummer 30 in das Rennen ging. Der Routinier blieb bei einer Rechtskurve am Innenski hängen und flog in das nächste Tor. Fans und Athleten bangten im Ziel um den Südtiroler und wenig später stand Innerhofer selbst wieder auf. Trotzdem wurde der Hubschrauber wieder eingesetzt, um den 39-Jährigen in das Krankenhaus zu bringen. Noch bleibt unklar, ob es sich um eine schwerere Verletzung handelt.

Die Super-G-Ergebnisse in Bormio

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