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Ein viel beschäftigter Mann: Aksel Lund Svindal © Aksel Lund Svindal

Das neue Leben des Aksel Lund Svindal

Als Aksel Lund Svindal mit dem alpinen Skisport aufgehört hatte, dachte der Norweger, er käme in den Genuss von mehr Freizeit. Bisher hat sich dies nicht bewahrheitet, wie er nun verrät.

„Nein, ich hätte nicht gedacht, dass so viel los sein würde“, sagt die „pensionierte“ Skilegende zur norwegischen Tageszeitung VG. Svindal hatte vor rund zwei Jahren, nach der Ski-Weltmeisterschaft in Åre, seine glorreiche Karriere mit einer Abfahrts-Silbermedaille beendet und sich anschließend seinen anderen Leidenschaften gewidmet. Wie etwa den Börsengeschäften und den Investitionen in Start-Ups, mit denen er schon ein Vermögen verdient hat.


„Ich hatte neben meiner Karriere als Skifahrer viel angefangen und Dinge parallel gemacht. Während ich verletzt war, hatte ich manchmal einen Vollzeitjob“ meint Svindal. Zurzeit arbeitet der 38-Jährige an einem Film, der schon bald in den Kinos erscheinen soll. Klar also, dass sein Leben aus vielen Geschäftstreffen zu früher Stunde besteht.

Svindal ist ein Workaholic
Dabei hätte sich Svindal, der von seinem Cobber-Hund Molly auf Trapp gehalten wird, nach dem Ende seiner Karriere ein anderes Leben vorgestellt. „Ich dachte, wenn ich aufhöre, würde ich viel Zeit haben.“ Tatsächlich sei aber das Gegenteil passiert, erzählt der Norweger.

Er habe versucht, sich Pausen zu nehmen, „aber wenn man in etwas eingebunden ist, trägt man die Verantwortung, dem zu folgen“. Vorher habe er sehr gute Ausreden gehabt, warum er die Intensität der Arbeit reduzieren konnte. „Jetzt habe ich sie nicht“, betont Svindal. Sein Geheimnis sei, Teil eines Apparats mit „guten Menschen“ zu sein. Es gibt nichts, was er alleine tut, behauptet der zweifache Olympiasieger.

Aksel Lund Svindal ist eine Skilegende. © Aksel Lund Svindal


Dass er immer beschäftigt ist, störe seine Freundin Amalie Iuel, die eine bekannte Leichtathletin ist, nicht – im Gegenteil: „Ich denke, sie findet es wirklich gut, da die Trainingsgruppe, zu der sie gehört, ebenfalls den ganzen Tag zu tun hat.“ So müsse sie kein schlechtes Gewissen haben, scherzt Svindal, fügt aber hinzu: „Wenn ich abends ein Videotreffen mit jemandem in den USA habe, denke ich natürlich, sie könnte meinen, es dürfte gerne etwas weniger sein.“
Moderator einer bekannten Sendung
Als ob Svindal durch seine Aufgaben als Unternehmer, Investor und Botschafter bekannter Marken nicht genug am Hut hätte, hat er auch noch einen Moderatoren-Posten übernommen. Ab kommender Saison leitet er die Sendung „The Master of the Masters“, in der aktive und ehemalige Athleten verschiedene Aufgaben meistern müssen. „Kleine Kinder schauen die Sendung und können über das Programm ihren Weg in den Sport finden, und das beeindruckt mich am Konzept“, findet Svindal.

Locker lässt es Svindal in der Ski-Pension also nicht angehen, „aber jetzt merke ich, dass ich ein Wochenende sehr schätze“, lautet das Schlusswort des charismatischen Mannes aus Lørenskog.

Autor: leo

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