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Wann können die Ski-Anlagen wieder öffnen? Diese Frage wird derzeit häufig debattiert. © ANSA / ROBERTA MARROLLO

Das sagen Brignone und Tomba zum Ski-Verbot

Die Frage, ob die Ski-Pisten in Italien vor Weihnachten geöffnet werden, wird derzeit heiß diskutiert. Nun haben auch Alberto Tomba & Co. dazu Stellung genommen.

Laut der italischen Regierung sollten die Skipisten wegen der Corona-Pandemie erst Mitte oder Ende Januar geöffnet werden. Italiens Wintersport-Ikone Alberto Tomba kann dies nicht verstehen: „Skifahren ist eine Freiluft- und Einzelsportart. Aufgrund der Art und Weise, wie man sich beim Skifahren kleidet, benutzen viele eh schon einen Mund- und Gesichtsschutz. Auf der Piste selbst gibt es auch keine Abstandsprobleme“, wurde Tomba von der Presse-Agentur Ansa zitiert.


Alberto Tomba plädiert für die baldige Öffnung der Skigebiete. © ANSA / Giorgio Benvenuti

Wie löst man das Problem in den Liften?
Auch für die Benutzung der Aufstiegsanlagen hat der 53-Jährige konkrete Vorschläge: „Ich sehe da keine großen Probleme. Bei einem Sessellift mit zwei oder drei Plätzen soll man einfach alleine fahren. Wenn es fünf Plätze sind, fährt man zu dritt. Es wäre auch möglich, die Anzahl der Sitze in den Gondeln zu reduzieren, sodass die Einhaltung des Sicherheitsabstands dann kein Problem mehr wäre.“

Größere Schwierigkeiten sehe Tomba beim ganzen Drumherum, beispielsweise in den Schutzhütten. „Allerdings kann man auch hier den Zugang beschränken, wie es in den Restaurants in der Vergangenheit geschah.“ Tomba wies darauf hin, dass hierbei natürlich Masken getragen und auf den Mindestabstand geachtet werden müsse.

„Beim Skifahren ist es nicht schwierig, den Abstand zu halten“
Federica Brignone

Federica Brignone hat eine klare Meinung zu diesem Thema. © ANSA / PHILIPP GUELLAND / STF


Auch Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone schloss sich der Meinung von Tomba an. Sie richtete gleichzeitig einen Appell für die Wiederöffnung der Skigebiete zu Weihnachten: „Es ist sehr wichtig, dass die Skilifte zu Weihnachten geöffnet werden, denn das wäre ein positives Zeichen für die ganze Bevölkerung. Andernfalls wären auch die Schäden durch die Schließung der Stationen irreparabel. Beim Skifahren ist es nicht schwierig, den Abstand zu halten.“
Auch Flavio Roda drängt auf eine baldige Öffnung
Auch Flavio Roda, der Präsident des italienischen Wintersportverbandes (FISI), hatte sich vor wenigen Tagen zu dieser Problematik geäußert. „Eine Nicht-Eröffnung der Skigebiete wäre eine Katastrophe, auch weil dadurch für den Tourismus eine wichtige Industrie verloren ginge“, sagte Roda gegenüber der Nachrichtenagentur LaPresse.

Schlagwörter: Wintersport

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