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Petra Vlhova war nicht zu schlagen. © APA / BARBARA GINDL

Befreiungsschlag im Nightrace: Vlhova brilliert, siegt und brüllt

Der Nachtslalom in der Flachau bürgt immer für Spektakel. Das war am Dienstagabend nicht anders. Am Ende jubelte eine Athletin, die in dieser Saison bislang noch nicht ganz angekommen war.

Als Petra Vlhova die Ziellinie überquerte, das grüne Licht aufleuchten sah und realisierte, dass das der Sieg war, gab es für sie kein Halten mehr. Die ansonsten so kühl wirkende Slowakin brüllte alles aus sich heraus. Die Freude über den Triumph vor dieser berauschenden Kulisse, aber auch den Frust, der sich in den letzten Wochen angesammelt hatte. Sieben Mal war die amtierende Slalom-Olympiasiegerin aufs Podest gerast, doch ganz oben stand Vlhova in diesem Winter noch nie. So etwas zehrt an den Nerven einer Athletin ihrer Marke, die es gewohnt ist, regelmäßig zu gewinnen. Am Dienstag ist der Bann nun gebrochen.


Auf der schwierigen, weil mit vielen Übergängen gespickten Piste führte Vlhova bereits im ersten Durchgang das Feld an. In der Entscheidung ging die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin also als Letzte aus dem Starthaus, bewahrte im Stile eines Stars aber souverän die Nerven. 43 Hundertstelsekunden war Vlhova schlussendlich schneller als die bis dahin Führende Mikaela Shiffrin, die auf ihren 83. Weltcupsieg also noch warten muss. Mit diesem Triumph wäre die US-Amerikanerin die alleinige Rekordhalterin an Siegen bei den Damen.

Vlhova strahlt von ganz oben, links die Zweitplatzierte Mikaela Shiffrin, rechts die Drittplatzierte Lena Dürr. © APA/afp / JOE KLAMAR


Für Vlhova war es der erste Slalom-Weltcuptriumph seit einem Jahr und ein äußerst lukrativer noch dazu: 65.000 Euro Preisgeld ist der Triumph in Flachau wert, so viel wie kein anderer im Weltcup. Dritte wurde die Deutsche Lena Dürr. Supertalent Zrinka Ljutic (die Kroatin ist erst 18 Jahre alt) lag zur Halbzeit auf Platz 3, zeigte in der Entscheidung aber Nerven und schied aus.

Ein Lebenszeichen von sich gab auch die kriselnde Katharina Liensberger: Die zuletzt stark kritisierte Österreicherin landete auf dem 6. Platz. Eine Azzurra suchte man auf den Spitzenplätzen hingegen vergebens. Marta Rossetti qualifizierte sich als einzige Italienerin für den zweiten Durchgang und sammelte als 21. einige Weltcuppunkte. Die einzige Südtirolerin am Start, Vera Tschurtschenthaler, schied bereits im ersten Durchgang aus.

Den Damen steht nun ein Speed-Wochenende bevor. Am Samstag und Sonntag gehen in St. Anton eine Abfahrt und ein Super-G über die Bühne.

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