
Federica Brignone liegt in Führung. © APA/afp / TIZIANA FABI
Der Brignone-Wahnsinn: Wieder winkt Gold
Sie hatte mit dem Super-G-Gold eine der speziellsten, unglaublichsten und bewegendsten Geschichten der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo geschrieben. Offensichtlich ist Federica Brignone aber noch nicht satt, denn nach einem überragenden ersten Riesentorlauf-Durchgang liegt sie wieder in Führung.
15. Februar 2026
Von: leo
Die Ski-Damen erfreuten sich am Sonntag bester Verhältnisse, da die Sonne über Cortina schien und sich die Schneeunterlage in einem sehr guten Zustand präsentierte. Dies führte zu einem mitreißenden Rennen, dem Federica Brignone wie keine andere ihren Stempel aufdrückte. Zur Halbzeit liegt sie 34 Hundertstel vor Lena Dürr und Sofia Goggia (+0,46 Sekunden).
Auf dem Kurs von Alice Robinsons Coach, Nils Coberger, ging es vor allem um eines: Die vielen Wellen und Übergänge richtig zu bewältigen. Alle Athletinnen der Topgruppe – egal, ob Julia Scheib, Sara Hector oder Camille Rast – hatten damit ihre liebe Mühe. Und weil jede irgendwo leicht patzte, blieben die Zeitabstände (zunächst) sehr klein. So lagen plötzlich drei Athletinnen zeitgleich an der Spitze: Lara Colturi, Sara Hector und Thea Louise Stjernesund.
Brignone in eigener Liga
Wer dachte, dass es bei diesem Zwischenergebnis bleiben würde, irrte: Denn mit der Startnummer 14 erteilte Brignone allen eine Lektion. Die Super-G-Olympiasiegerin erwischte jede Passage perfekt, indem sie ihre Routine ausspielte, baute ihre Führung kontinuierlich aus und durchquerte die Ziellinie mit 74 Hundertstel Vorsprung auf das genannte Trio. Anschließend schoben sich mit Dürr und Goggia noch zwei weitere erfahrene Athletinnen dazwischen. Letztere war nach dem Blick auf die Anzeigetafel völlig baff.Und Mikaela Shiffrin? Der US-Superstar brachte zwar eine fehlerlose Leistung ins Ziel, letztlich kostete das fehlende Risiko aber über eine Sekunde. Sie belegt noch vor den hoch gehandelten Scheib (11.) und Rast (12.) den siebten Platz. Bei Alice Robinson, immerhin eine zweifache Saisonsiegerin, ist im zweiten Lauf, der um 13.30 Uhr beginnt, auch eine Leistungssteigerung vonnöten. Die Neuseeländerin liegt mit 1,09 Sekunden Rückstand auf Platz zehn.
Riesentorlauf, der erste Durchgang:
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Kommentare (0)