
Federica Brignone hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. © ANSA / ANDREA SOLERO
Der Kronplatz feiert seine Siegerin der Herzen
Der Riesentorlauf am Kronplatz, er war an Spannung und Emotionen nicht zu übertreffen. Am Ende gab es eine sportliche Siegerin und eine Siegerin der Herzen.
20. Januar 2026
Von: det
Die Erta-Piste in St. Vigil zählt zu den schönsten Bühnen im gesamten Weltcup. Am Dienstag spielten sich auf dieser wunderbaren Bühne auch noch die ganz großen Emotionen ab. Federica Brignone feierte nämlich ihr Überraschungs-Comeback: 292 Tage nach ihrer brutalen Verletzung – sprich einem komplizierten Schienbeinbruch und einem Kreuzbandriss – stand die 35-jährige Aostanerin wieder am Start. Und sie verblüffte auf Anhieb.
Brignone beendete ihr erstes Saisonrennen auf dem herausragenden 6. Platz. Nach Rang 7 im ersten Lauf setzte die amtierende Gesamtweltcupsiegerin im Finale also noch einen drauf und machte damit eindrucksvoll klar: Mit ihr wird bei den Olympischen Spielen zu rechnen sein. Und das, obwohl Italiens beste Skifahrerin gerade einmal 13 Skitage in den Beinen hat.
Brignone kann es selbst nicht fassen. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
„Es waren so große Emotionen heute, ein wunderbarer Tag. Ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Resultat erzielen kann. Es war crazy, überall haben sie meinen Namen gerufen, das bin ich nicht mehr gewohnt“, sagte eine überglückliche Brignone, die im Zielraum von den vielen Fans frenetisch gefeiert wurde. Keine Frage: Die 35-Jährige war die Siegerin der Herzen.
Scheib ist unschlagbar
Brignone hat mit ihren Leistungen also überrascht. Weniger überraschend war, dass sich am Ende Julia Scheib den Sieg holte. Die Österreicherin, die zur Halbzeit noch auf Rang 3 lag, zauberte im Finale eine Fabelfahrt in den Schnee und raste mit Laufbestzeit zu ihrem bereits vierten Riesentorlaufsieg in dieser Saison. Ihre erste Kristallkugel rückt also immer näher.Das Podest, von links Camille Rast (2.), Julia Scheib (1.) und Sara Hector (3.). © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Auf Platz 2 landete die Schweizerin Camille Rast, während die Halbzeitführende Sara Hector (Schweden) auf Rang 3 zurückfiel. Superstar Mikaela Shiffrin verpasste als Vierte das Podest. Neben Brignone überzeugte mit Lara Della Mea (10.) eine weitere Italienerin. Die Völserin Anna Trocker schaffte es unterdessen nicht in den zweiten Durchgang.
Für die Technikerinnen geht es nun weiter nach Tschechien, wo in Spindleruv Mlyn am Wochenende ein Riesentorlauf und ein Slalom anstehen. Brignone wird da nicht dabei sein, sie legt nun in Cortina einen Trainingsblock ein und könnte in Crans-Montana wieder am Start stehen.
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