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Christof Innerhofer will in Kitzbühel wieder aufs Podium. © APA/afp / JOE KLAMAR

Der Showdown auf der „Streif“

Nach der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen steht an diesem Wochenende in Kitzbühel der nächste Speed-Klassiker auf dem Programm: Die Abfahrt der Herren auf der berühmt, berüchtigten Streif. An dieses Rennen haben die Südtiroler Speed-Asse viele positive Erinnerungen.

Seit 1937 ist die „Streif“ Schauplatz der Hahnenkamm-Rennen. Mit einem Gefälle von 50 Prozent gibt es in Kitzbühel den steilsten Startschuss im Weltcup-Kalender. Die Streckenlänge beträgt insgesamt 3312 Meter. Die „Streif“ gilt als eine der schwierigsten Rennstrecken der Welt. Der Norweger Aksel Lund Svindal antwortete kürzlich in der BILD-Zeitung auf die Frage, warum die Abfahrt in Kitzbühel denn so gefürchtet sei, wie folgt: „Ganz einfach, weil es dort ums blanke Überleben geht.“

Die „Streif“ wird auch aufgrund der Vielfalt ihrer Geländeformen als das Paradebeispiel einer Abfahrtsrennstrecke bezeichnet. Alle Elemente einer klassischen Abfahrt finden sich in Kitzbühel wieder: Scharfe Geländekanten, die bei hoher Geschwindigkeit zu atemberaubenden Sprüngen führen; Steilhänge, Schrägfahrten, Kurven, Gleitstrecken, unzählige spektakuläre Bodenwellen, ja sogar kurze Bergauf-Passagen wie vor dem Seidlalmsprung sind auf dieser faszinierenden Strecke dabei.

Vier Südtiroler Kitzbühel-Siege seit 2013
Dominik Paris könnte am Samstag (nach 2013 und 2017) - wie zuvor bereits Luc Alphand, Pirmin Zurbriggen, Franz Heiner und Karl Schranz - seinen dritten Abfahrtstitel auf der „Streif“ gewinnen. Nur Didier Cuche (5) und Franz Klammer (4) haben mehr Abfahrten in „Kitz“ gewonnen. Bevor Paris 2013 seinen ersten Sieg auf der Streif feierte, hatten die „Azzurri“ auf dieser Strecke durch Kristian Ghedina (1998) nur einen einzigen Sieg in 54 Weltcup-Abfahrten eingefahren.

Gilt in der Abfahrt als einer der Top-Favoriten: Dominik Paris. © APA / HANS KLAUS TECHT

Im Vorjahr war Peter Fill als Neunter in der Abfahrt und als Siebenter im Super-G in beiden Rennen der schnellste Südtiroler auf der „Streif“. Der Kastelruther gewann die Abfahrt in Kitzbühel bereits im Jahre 2016. Dieses Mal wird er wegen seiner Verletzung aber nicht dabei sein können. Der dreifache Kitzbühel-Sieger Paris (gewann 2015 auch den Super-G) gilt somit als heißestes Eisen auf einen erneuten Südtiroler Erfolg auf der legendärsten Abfahrtsstrecke der Welt. Die Form dürfte beim Ultner nach dem Bormio-Double in dieser Saison sowieso wieder stimmen.

Auch Christof Innerhofer stand in Kitzbühel bereits zweimal auf dem Podest: Beide Male im Super-G in den Jahren 2013 als Dritter und 2017 als Zweiter. Dem Gaiser liegt die anspruchsvolle und eisige Strecke auf der Streif. Neben den beiden genannten Südtirolern (vor allem Paris ) dürften der Führende im Abfahrtsweltcup Beat Feuz, die Norweger Aksel Lund Svindal, Aleksander Aamodt Kilde, Kjetil Jansrud und die Österreicher Vincent Kriechmayr (Wengen-Sieger) , Max Franz oder Matthias Mayer zum engsten Favoritenkreis für einen Sieg in den Speed-Disziplinen zählen.
Das Programm in Kitzbühel
Dienstag: 1. Abfahrtstraining
Mittwoch: 2. Abfahrtstraining
Donnerstag: 3. Abfahrtstraining
Freitag: Super-G (11.30 Uhr)
Samstag: Abfahrt (11.30 Uhr)
Sonntag: Slalom (10.30 Uhr/13.30 Uhr)

Autor: dl

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