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Lucas Pinheiro Braathen liegt vorne. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

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Lucas Pinheiro Braathen liegt vorne. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

Der Sölden-Sprint: Braathen kocht im ersten Lauf alle ab

Widrige Wetterbedingungen führten am Sonntag beim Riesentorlauf in Sölden zu einer Verkürzung des ersten Laufs. Lucas Pinheiro Braathen ließ sich davon nicht beirren und knallte die Bestzeit in den Schnee. Aber Achtung: Aufgrund der geringen Zeitabstände ist in der Entscheidung alles offen.

Von:
Leo Holzknecht

Die neue Riesenslalom-Saison beginnt so, wie sie am 24. März zu Ende gegangen war – mit Lucas Pinheiro Braathen an der Spitze. Der Brasilianer, der im Vorjahr in dieser Disziplin die kleine Kristallkugel abgeräumt hatte, war auch am Sonntag nicht zu biegen. Über eine gute Ausgangslage verfügt auch Alex Vinatzer, der nur etwas mehr als eine Sekunde auf Braathen verlor.


Schon am frühen Morgen entschied die Rennleitung, den Start wegen des böigen Windes nach unten zu verschieben. Dadurch fielen zwar rund zehn Sekunden Laufzeit weg, der Rettenbachferner stellte die Athleten aber dennoch vor eine große Herausforderung, was vor allem der diffusen Sicht geschuldet war.

Marco Odermatt muss aufholen. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

Marco Odermatt muss aufholen. © ANSA / GIAN EHRENZELLER


Die schwierigen Verhältnisse forderten mit Marco Schwarz schnell ein prominentes Opfer. Der Österreicher rutschte am Skischuh aus, krachte in ein Tor und schied aus. Kurz darauf startete Braathen mit großer Angriffslust ins Rennen. Zwar geriet der 26-Jährige im Steilhang in Bedrängnis, doch selbst in brenzligen Lagen nahm er seinen Fuß nicht vom Gaspedal und stellte – auch dank eines fantastischen Schlussteils – die Bestmarke auf.

Vinatzer lauert

Dem Favoriten am nächsten kam Loic Meillard, der seine Schwünge gewohnt ruhig zog und 24 Hundertstel auf Braathen verlor. Dahinter folgt der österreichische Routinier Stefan Brennsteiner (+ 0,49 Sekunden). Der dreifache Sölden-Sieger Marco Odermatt folgt auf Platz vier – er fand im Steilhang nicht in den gewohnten Rhythmus und muss mit einem Rückstand von über einer halben Sekunde im zweiten Durchgang schon auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

Alex Vinatzer bot eine gute Leistung. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER

Alex Vinatzer bot eine gute Leistung. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER


Eine solide Leistung bot der Wolkensteiner Alex Vinatzer, der sowohl im oberen als auch im unteren flachen Abschnitt mit der Weltspitze mithielt. Ein Schreckmoment im Steilhang, der ihm knapp acht Zehntelsekunden kostete, verhinderte jedoch eine bessere Platzierung. Der 14. Rang und nur sechs Zehntelsekunden Rückstand auf das Podium stimmen jedoch positiv.

Noch besser machte es sein Teamkollege Giovanni Borsotti, der zur Halbzeit sensationeller Achter ist. Tobias Kastlunger aus Enneberg verpasste hingegen die Qualifikation.

Riesentorlauf in Sölden, 1. Lauf:

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