L Ski Alpin

Loic Meillard führt das Feld nach dem ersten Durchgang an. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Der Wengen-Slalom wird zum Schneckenrennen

Der Slalom in Wengen zählt zu den schwierigsten überhaupt im Ski-Zirkus. An diesem Sonntag war der ersten Durchgang besonders hart.

Die Pistenbedingungen waren alles andere als vorteilhaft an diesem Sonntagmorgen. Über Nacht hat es im Berner Oberland geregnet, zudem herrschen hohe Temperaturen um die fünf Grad vor, deshalb war die Strecke ziemlich aufgeweicht und per se schon schwierig zu befahren. Die Kurssetzung des britischen Trainers tat ihr übriges, dass die Slalom-Stars vor große Probleme gestellt wurden. Der enorm drehende Kurs sorgte dafür, dass kaum Tempo aufgenommen werden konnte, weshalb der Wettlauf mehr und mehr einem Schneckenrennen glich.


Im Vorteil waren die frühen Startnummern, die noch eine einigermaßen gute Piste vorfanden. Die Halbzeitführung schnappte sich der Schweizer Loic Meillard (Startnummer 3), der vor dem Norweger Henrik Kristoffersen (6) und Lucas Braathen (1) führt. Dahinter folgen Linus Strasser (2) und Atle Lie McGrath (5) – also alles Athleten, die früh auf die Strecke gegangen sind. Je mehr Läufer die Bühne betraten, desto größer wurden die Abstände: Marco Schwarz büßte als Zehnter schon 2,43 Sekunden ein, Alexis Pinturault häufte als Zwölfter 3,18 Sekunden an, Erik Read knackte auf Platz 16 schon die 4-Sekunden-Marke.

Vinatzer kämpft

Alex Vinatzer war mit Startnummer 18 von vornherein chancenlos. Der Grödner, der zuletzt mit Platz 4 in Adelboden wieder kräftig Selbstvertrauen getankt hat, kämpfte tapfer, doch auch bei ihm waren Fehler nicht zu vermeiden und so kam er mit 3,21 Sekunden Rückstand ins Ziel. Das ist gleichbedeutend mit Platz 13 und somit hat Vinatzer paradoxerweise im zweiten Lauf noch Chancen auf ein gutes Resultat.

Alex Vinatzer gab alles. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Simon Maurberger ist als 24. und mit knapp fünf Sekunden Rückstand ebenfalls noch dabei im zweiten Durchgang. Durch die frühe Startnummer ist für ihn die Ausgangslage nicht einmal schlecht. Zwei weitere Südtiroler konnten sich unterdessen nicht für den zweiten Lauf qualifizieren: Matteo Canins wurde 37., Tobias Kastlunger kam nichts ins Ziel. Kurios: Von den insgesamt 71 Läufern sind 30 (!) ausgeschieden. Allein das zeigt, wie schwierig das Rennen am Sonntag ist.

Bester Azzurro nach dem ersten Durchgang ist Tommaso Sala, der sich aktuell in starker Form befindet und zur Halbzeit auf Rang 6 liegt. Die Entscheidung geht ab 13.15 Uhr über die Bühne. Mit dem SportNews-Liveticker verpassen Sie nichts.

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