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Josef Ferstl jubelt über seinen sensationellen Sieg. © APA / HERBERT NEUBAUER

Die besondere Geschichte hinter Ferstls Kitz-Sieg

Josef Ferstl hat am Sonntag sensationell den Super-G in Kitzbühel gewonnen – und somit eine Familientradition fortgesetzt.

Als sein historischer Sieg im Super-G auf der Streif offiziell war, bekam Josef Ferstl die traditionelle Gams als Trophäe aus Glas von seinem Vater Sepp gebracht und kämpfte bei der Nationalhymne mit den Emotionen. 40 Jahre nach dem Abfahrtssieg von Sepp Ferstl senior holte Sohn „Pepi“ am Sonntag als erster Deutscher in dieser Disziplin den obersten Podiumsplatz bei den berühmten Hahnenkammrennen in Tirol. „Unfassbar, was soll ich da sagen?“, fragte der überwältigte 30-Jährige und sagte zur langen Wartezeit bis zum Ende des Rennens: „Heilige Scheiße, war ich aufgeregt.“

Sepp und Josef Ferstl (Foto: Screenshot ORF).


1978 und 1979 hat Ferstl senior die Abfahrt in Kitz gewonnen, 2019 machte der Junior die besondere Geschichte mit dem Sieg im Super-G perfekt. „Als wir das erste Mal über den Hausberg sind, war er noch so ein kleiner Stopsel“, erinnert sich Vater Sepp. Und sein Sohn erklärt: „Ich gehe zu Hause jedes Mal an den zwei Goldenen Gämsen vom Papa vorbei. Und jetzt habe ich meine eigene – Wahnsinn.“
„Ich will meine eigene Gondel“
Josef Ferstl

Für Ferstl war es der zweite Weltcup-Sieg seiner Karriere, im Dezember 2017 gewann er den Super-G in Gröden. „Nach dem Sieg in Gröden bin ich zur Family heim und habe nur gedacht: Scheiße, ich hab ein Rennen gewonnen, ich bin der Beste der Welt an dem Tag. Und das ist jetzt heute hier auch passiert. Und das noch in Kitzbühel“, sagte Ferstl nach der schweren Fahrt im auf Sonntag verlegten Rennen.

Dominik Paris (links) gratuliert Josef Ferstl zu dessen Sensations-Sieg. © APA / HERBERT NEUBAUER

Nach einem Triumph in Kitzbühel wird der Name des Siegers bekanntlich immer auf einer Gondel verewigt. Zur Idee, den Namen einfach auf die Gondel des Vaters dazuzuschreiben, sagte Ferstl junior lachend: „Ich will meine eigene!“ Dann meinte er noch: „Ich hab's noch nicht realisiert, vielleicht heute Abend, vielleicht schlaf' ich auch gar nicht.“

Dominik Paris hatte am Sonntag ebenfalls Grund zur Freude: Er wurde Dritter (siehe eigener Bericht).

Autor: dpa/det

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