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Hofer nimmt freudestrahlend die Glückwünsche von Sofia Goggia entgegen. (Pentaphoto)

Die besondere Karriere der Anna Hofer

Mit dem Namen Anna Hofer wussten bisher wohl eher nur absolute Ski-Experten etwas anzufangen, obwohl das Weltcupdebüt der Ahrntalerin eigentlich schon fast sieben Jahre zurückliegt. Aber seit ihrem starken 10. Rang im zweiten Super-G von Val d’Isere am Sonntag ist Anna Hofers Bekanntheitsgrad deutlich gestiegen.

„Ich bin überglücklich“, ist in Anna Hofers Interview für die FISI-Homepage zu lesen. „Mir fällt ein großer Stein vom Herzen, weil ich schon seit einiger Zeit im Training gute Leistung zeige und das endlich auch im Rennen umsetzen konnte.“ Hofer freut sich auf die nächsten Rennen, „weil ich jetzt gelöster fahren kann und mich nicht mehr unter Druck fühle."


Weltcupdebüt im Jänner 2011

Anna Hofer aus Steinhaus im Ahrntal durfte erstmals im Jänner 2011 beim Super-G in Cortina an den Start gehen, wo sie allerdings ausschied. Nur zwei Wochen später, in ihrem zweiten Weltcuprennen, rückte sie sich allerdings ins Rampenlicht: Beim Riesentorlauf in Zwiesel (Deutschland) belegte die damals 22-Jährige den guten 16. Rang.

Doch das war’s dann auch für lange Zeit. Auch aufgrund von Verletzungen blieben jahrelang weitere Weltcupergebnisse aus.


Kleine Wende im Winter 2015/16

Eine erste Wende brachte der Winter 2015/16, als Anna Hofer zusammen mit Verena Gasslitter und Lisa Magdalena Agerer das Kunststück von drei Südtirolerinnen an der Spitze der Super-G-Gesamtwertung im Europacup zustandebrachte – mit Fixplatz in den nächstjährigen Super-G- Weltcuprennen.

Das mit dem Fixplatz klappte im Vorjahr zwar aufgrund der vielen starken italienischen Super-G-Fahrerinnen nicht immer, aber zumindest für ein paar Rennen. Eines davon zwar die Olympia-Generalprobe in Jeongseon, wo Hofer als 27. zum zweiten Mal in ihrer Karriere in die Weltcuppunkteränge fuhr. Außerdem hat es Hofer im vergangenen Winter erneut geschafft, sich über den Europacup einen Fixplatz in den Super-G-Weltcuprennen zu sichern.


Heuer Steigerung von Rennen zu Rennen

In der heurigen Saison scheint nun der Knopf aufgegangen zu sein: Nach dem Ausfall im ersten Super-G in Lake Louise hat sich Anna Hofer von Rennen zu Rennen gesteigert – und hat zum dritten, vierten und fünften Mal in ihrer Karriere Weltcuppunkte gesammelt. Auf Rang 28 in St. Moritz folgten an diesem Wochenende Rang 21 und Rang 10 in Val d’Isere.


Und plötzlich gibt es sogar den Traum von Olympia

Sollte Anna Hofer ihren Aufwärtstrend auch in den nächsten zwei Super-G in Bad Kleinkirchheim und Cortina fortsetzen, dann hat die Ahrntalerin sogar Chancen auf ein Olympiaticket. Das Super-G-Team der „Azzurre“ ist zwar groß und stark, aber derzeit scheinen nur Sofia Goggia, Johanna Schnarf und Federica Brignone den Olympiastartplatz sicher zu haben. Von den anderen Anwärterinnen – vor allem den Fanchini-Schwestern Nadia und Elena und der Grödnerin Nicol Delago – hat Hofer bislang als Einzige einen Top-10-Rang vorzuweisen.


Großes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk?

Sollte es mit Olympia klappen, wäre dies für Anna Hofer ein vorgezogenes, riesiges Geschenk zum runden Geburtstag: Wenige Tage nach Ende der Spiele von PyeongChang wird sie 30 Jahre alt.


SN/ds

Autor: sportnews

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