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Aleksander Aamodt Kilde fuhr allen davon. © APA/getty / TOM PENNINGTON

Die große Show des Aleksander Aamodt Kilde

Wer es sich am Samstagabend zu bester Sendezeit vor den Fernsehern gemütlich gemacht hatte, um die Abfahrt in Beaver Creek zu verfolgen, wurde nicht enttäuscht. Die Herren brannten ein wahres Feuerwerk ab – allen voran Aleksander Aamodt Kilde.

Von:
Leo Holzknecht

Die Vorzeichen hätten in Colorado nicht besser sein können: Strahlender Sonnenschein, tiefe Temperaturen und Windstille auf der ansonsten so windanfälligen Birds of Prey sorgten für perfekte Rahmenbedingungen für die große Show. In dieser avancierte ein schier entfesselter, unglaublicher Aleksander Aamodt Kilde zum Hauptdarsteller. Gleichzeitig gab der zuletzt so unzufriedene Dominik Paris ein kräftiges Lebenszeichen von sich: Der 32-Jährige verpasste als Fünfter nur knapp das Podest.


Was Kilde am Samstag in den Schnee zauberte, wird wohl mit aller Wahrscheinlichkeit in die Geschichtsbücher eingehen. Vom ersten bis zum letzten Tor zeigte der 29-Jährige eine Fahrt wie von einem anderen Stern – und das mit der hohen Nummer 19. Der Norweger pulverisierte die von Matthias Mayer aufgestellte Bestzeit um satte 66 Hundertstelsekunden, feierte binnen 24 Stunden seinen zweiten Sieg und bewies, dass er wieder ganz der Alte ist.

Feuz patzt
Dabei waren alle Augen auf Beat Feuz gerichtet – aus gutem Grund. Der Schweizer hatte nämlich die letzten beiden Abfahrten auf besagter Strecke gewonnen, allerdings wurde damals nicht von ganz oben gefahren. Heißt: Das lange Gleitstück, das Feuz nicht liegt, fiel weg. Trotz eines groben Fehlers im Steilhang stellte der 34-Jährige die zwischenzeitliche Bestzeit auf, die aber nur wenige Minuten später von Mayer unterboten wurde. Der Lake-Louise-Sieger leistete sich keinen einzigen Fehler, fuhr besonders im Steilhang allen davon und distanzierte Feuz, der im unteren Abschnitt Zeit gut machte, um knapp vier Zehntelsekunden.

Dominik Paris fuhr ein tolles Rennen. © APA/getty / Sarah Stier


Dahinter konnte Paris sein Podium-Tabu in einer Abfahrt in Beaver Creek nicht brechen, ließ vor den Rennen in Gröden aber eine klar aufsteigende Tendenz erkennen. Der Ultner präsentierte sich beileibe nicht von seiner besten Seite, konnte im Steilhang jedoch den Schaden in Grenzen halten, um in Schlussteil sein ganzes Können zu entfalten. Mit 1.23 Sekunden Rückstand wurde er guter Fünfter. Auch Christof Innerhofer steigerte sich im Vergleich zu den Super-Gs deutlich, er wurde Elfter (+ 1,50 Sekunden). Die größte Überraschung des Tages lieferte unterdessen der 36-jährige Matteo Marsaglia, der dank eines famosen Steilhanges unverhofft Vierter wurde.

Abfahrt in Beaver Creek:

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