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Aline Danioth kämpfte im TV mit ihren Emotionen. © Screenshot

Die rührende Geschichte hinter diesen Ski-Tränen

Petra Vlhova hat am Mittwoch den Slalom in Lienz für sich entschieden. Doch die Geschichte des Tages hat eine andere Athletin geschrieben.

Als Aline Danioth am Mittwoch vom Schweizer Fernsehen interviewt wurde, dauerte es nicht lange, da stockte ihre Stimme, da wurden die Augen feucht, da kämpfte die Eidgenossin sichtlich mit ihren Emotionen. „Heute war für mich einfach zum Genießen. Es war sehr schwierig, die Emotionen im Griff zu halten“, sagte die 23-Jährige. Am Ende des Rennens stand ihr aber nicht etwa der Sieg oder ein Podestplatz zu Buche, sondern der 25. Rang. Warum sich die Technik-Spezialistin so sehr freute, dass sie sogar zu Tränen gerührt ist? Das hat einen einfachen Grund: Ihre bewegende Geschichte.


Im Jänner 2020 zog sich Danioth bei einem Rennen in Sestriere einen Kreuzbandriss zu. Es war dies schon der zweite in ihrer noch jungen Karriere. Doch die Junioren-Weltmeisterin in der Kombination kämpfte und kehrte noch im selben Jahr auf die Skier zurück – allerdings nur für zwei Monate. Im Oktober kam sie im Training zu Sturz und zog sich erneut einen Kreuzbandriss zu.

Die Karriere hing am seidenen Faden
Damals wusste die junge Schweizerin nicht, ob sie ihre Karriere fortsetzen kann und will. Doch die Liebe zum Skifahren war zu groß, weshalb Danioth in der Reha schuftete, arbeitete, sich quälte, um weiterhin ihren Traum leben zu können.

Am Mittwoch, also 710 Tage nach ihrem letzten Weltcuprennen, war es schließlich soweit und die 23-Jährige stand wieder im Starthaus. Dass sie sich im Slalom von Lienz prompt für den zweiten Lauf qualifizieren konnte und Punkte sammelte, unterstreicht ihr großes Talent und war das Kirschchen auf der Torte. „Ich kann einfach nur stolz darauf sein, dass ich wieder da bin“, sagt eine überglückliche Aline Danioth.

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