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War der Drittschnellste: Christof Innerhofer © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Die Ski-Asse tasten sich im Training heran

Noch bevor die Olympischen Spiele in Peking feierlich eröffnet werden, fand am Donnerstagmorgen in Yanqing (Ortszeit) das erste Abfahrtstraining der Herren statt. Dieses verlief genau so, wie man es sich vorstellen konnte.

Die rund 90 Kilometer nördlich von Peking gelegene Strecke stellte die Athleten vor eine großen Herausforderung. Denn noch nie zuvor hatte jemand die Piste rennmäßig befahren, daher wurden alle ins kalte Wasser geworfen. Christof Innerhofer kam bei guten Bedingungen ausgezeichnet mit der technisch anspruchsvollen Strecke zurecht, wurde Dritter, ließ während seiner Fahrt allerdings ein Tor aus. Die Bestzeit stellte der Schweizer Stefan Rogentin auf (mit Torfehler).


Bei strahlendem Sonnenschein, leichtem Wind und perfekten Schneeverhältnissen hatte der Abfahrts-Olympiasieger von 2014, Matthias Mayer, die Ehre, das Training zu eröffnen. Trotz eines fast aufrechten Oberkörpers fuhr der Österreicher im oberen, kurvigen Abschnitt, in dem die Athleten Geschwindigkeiten von über 130 Kilometer pro Stunde erreichen, an zwei Toren vorbei. Nachdem Romed Baumann ebenfalls nicht die perfekte Linie erwischte, war es Dominik Paris mit der Nummer 3, der als Erster alle Tore korrekt befuhr. Schulterzuckend schwang der 32-Jährige im Ziel ab – wissend, dass es wohl schneller gehen würde. Dieser Eindruck wurde infolgedessen dann auch bestätigt. Letzten Endes belegte der Ultner den 27. Platz.

Innerhofer stark
Die Ski-Asse fanden mit Fortdauer der Minuten vor allem in der kniffligsten Passage der Strecke nach rund 30 Fahrsekunden einen besseren Ansatz. In dieser gilt es, weit auszuholen, um vor einem Sprung genug Richtung zu machen, da das nachfolgende Tor erst spät erkennbar ist. Innerhofer meisterte das perfekt, kam in der Luftphase allerdings aus dem Gleichgewicht und ließ ein Tor aus.

Aleksander Aamodt Kilde stößt sich aus dem Starthaus. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


In den restlichen Abschnitten gehörte der Routinier jedoch zu den Besten, was positiv stimmt. Die schnellsten Abfahrer, die den Kurs korrekt passierten, waren der Kanadier James Crawford (+ 0,34 Sekunden) und Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen (+ 0,41). Die weiteren Favoriten um Beat Feuz und Marco Odermatt hielten sich weitestgehend zurück. Das zweite Training am Freitag wird mehr Aufschlüsse geben.
1. Abfahrtstraining:
Pos.NameLandZeit (*Torfehler)
1.Stefan RogentinSchweiz1.44,00 Minuten*
2.Adur EtxezarretaSpanien+ 0,08 Sekunden *
3.Christof InnerhoferGais+ 0,26 *
4.Mathieu BailetFrankreich+ 0,27*
5.James CrawfordKanada+ 0,34
6.Simon JocherDeutschland+ 0,39*
7.Aleksander Aamodt KildeNorwegen+ 0,41
8.Loic MeillardSchweiz+ 0,45*
8.Romed BaumannDeutschland+ 0,45*
10.Max FranzÖsterreich+ 0,53
21.Matteo MarsagliaItalien+ 1,63
27.Dominik ParisUlten+ 1,89

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