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Karoline Pichler hat jeden Grund zum Strahlen: Sie ist wieder fester Teil des Weltcupteams. © Karoline Pichler

Italiens Weltcup-Kader steht fest: Karoline Pichler ist wieder da

Lange hat sich der italienische Wintersportverband Zeit gelassen, nun sind sie endlich da: Die Kadernominierungen für die kommende Ski-Saison. Dabei gibt es aus Südtiroler Sicht eine große Aufsteigerin und eine Absteigerin.

Die größte Überraschung im positiven Sinn ist Karoline Pichler, die nach einer schier endlosen Leidenszeit, mehrfachen Meniskus- und Kreuzbandrissen sowie einem langen Formtief die Rückkehr in die Weltcup-Gruppe geschafft hat. Ihre letzten Weltcuppunkte fuhr die 26-jährige Petersbergerin vor fast zweieinhalb Jahren ein, als sie im Kronplatz-Riesentorlauf mit Platz 16 zugleich ihr bestes Karriere-Ergebnis verbuchte. Pichler ließ die vergangenen Monate einen starken Formanstieg erkennen und empfahl sich bei Europacuprennen und der abschließenden Italienmeisterschaft für die Weltcupgruppe.


Dieser gehören erwartungsgemäß noch zwei Südtirolerinnen an: Nadia und Nicol Delago. Komplett gestrichen wurde dagegen Verena Gasslitter, die sich in der vergangenen Saison im Weltcup zunächst wieder herangekämpft hatte, dann aber neuerlich durch Verletzungen aus der Bahn geworfen wurde und sich Ende Februar einer Wadenbein-OP unterziehen musste.

Die jungen Pustererinnen Elisa Schranzhofer und Laura Steinmair dürfen sich gemeinsam mit Celina Haller im Europacup für höhere Aufgaben empfehlen. Das selbe gilt für die in Brixen aufgewachsene Römerin Elena Sandulli, die sich erfolgreich in die Auswahl zurückgekämpft hat. Vom Verband nicht mehr berücksichtigt werden dagegen die Weltcup-erprobte Slalomspezialistin Vivien Insam, Vera Tschurtschenthaler und Petra Unterholzner.

Kaum Änderungen bei den Herren
Italiens Speerspitze im Damen-Weltcup bilden weiterhin Marta Bassino, Federica Brignone und Sofia Goggia, die in der sogenannten Elite-Gruppe einen privilegierten Status genießen. Ebendieser geht Christof Innerhofer und Dominik Paris zur kommenden Saison verloren. Die beiden Südtiroler Speed-Asse bilden künftig gemeinsam mit Emanuele Buzzi und Mattia Casse das vier Mann starke Abfahrtsnationalteam, Matteo Marsaglia flog dagegen raus.

Alexander Prast peilt ein Comeback im kommenden Winter an.


Dem festen Weltcupkader gehört auch Alexander Prast nicht mehr an. Der Terlaner muss sich nach seiner schweren Knieverletzung über die Gruppe 2 wieder herankämpfen – ebenso wie Florian Schieder, der seit seinem Sturz bei der WM in Cortina kein Rennen mehr bestritten hat.

Weiterhin fest zum Weltcupteam zählen die Techniker Alex Vinatzer, Riccardo Tonetti, Hannes Zingerle und die zuletzt ebenfalls verletzten Manfred Mölgg und Simon Maurberger.

Italien Ski-Nationalteam im Überblick:
Frauen

Weltcup, Elite
Marta Bassino, Federica Brignone, Sofia Goggia

Weltcup, Allround-Gruppe
Nadia Delago (Wolkenstein), Nicol Delago (Wolkenstein), Karoline Pichler (Petersberg), Roberta Melesi, Laura Pirovano, Francesca Marsaglia, Elena Curtoni

Weltcup, Technische Disziplinen
Lara Della Mea, Anita Gulli, Sophie Mathiou, Roberta Midali, Martina Peterlini, Marta Rossetti, Serena Viviani

B-Nationalmannschaft (RTL/Speed)
Elisa Schranzhofer (Gsies), Vittoria Cappellini, Giulia Albano, Carlotta Da Canal, Heloise Edifizi, Ilaria Ghisalberti, Federica Lani, Carlotta Welf, Monica Zanoner, Asja Zenere

C-Nationalmannschaft (RTL/Slalom)
Laura Steinmair (Olang), Celina Haller (Schenna), Beatrice Sola, Elena Sandulli, Martina Piaggio, Alessia Guerinoni, Andrea Craievich, Alice Calaba, Annette Belfrond, Carole Agnelli


Herren

Weltcup, Speed-Disziplinen
Christof Innerhofer (Gais), Dominik Paris (St. Walburg in Ulten), Emanuele Buzzi, Mattia Casse

Weltcup, Technische Disziplinen
Simon Maurberger (St. Peter im Ahrntal), Manfred Mölgg (St. Vigil), Riccardo Tonetti (Bozen), Alex Vinatzer (Wolkenstein), Hannes Zingerle (Stern), Stefano Gross, Luca De Aliprandini, Giuliano Razzoli, Tommaso Sala

B-Nationalmannschaft
Alexander Prast (Terlan), Florian Schieder (Kastelruth), Tobias Kastlunger (St. Vigil), Guglielmo Bosca, Matteo Marsaglia, Nicolò Molteni, Pietro Zazzi, Filippo Della Vite, Giovanni Franzoni, Federico Liberatore, Hans Vaccari, Matteo Bendotti, Pietro Canzio, Matteo Franzoso, Tommaso Saccardi, Luca Tranzano,

C-Nationalmannschaft
Manuel Ploner (St. Kassian), Marco Abbruzzese, Riccardo Allegrini, Benjamin Jacques Alliod, Corrado Barbera, Lorenzo Thomas Bini, Gianlorenzo Di Paolo, Alessandro Pizio, Edoardo Saracco, Simon Talacci

Schlagwörter: Wintersport

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