L Ski Alpin

Immer um einen Bruchteil hintendran: Henrik Kristoffersen kam auch in Adelboden nicht an Marcel Hirscher vorbei. © Alle Bilder: Pentaphoto

Die Skikanone: Von Kamikaze-Einlagen und hohem Blutdruck

Während bei den Damen weit und breit keine Südtiroler Slalom-Fahrerin in Sicht ist, gibt es bei den Herren Hoffnung. Ansonsten im im Skiweltcup-Zirkus auch nach den Rennen in Adelboden alles beim Alten…

Auf die schwarze Piste darf…
das Südtiroler Herren-Slalomteam : Gleich fünf Südtiroler schafften bei schwierigen Verhältnissen am Chuenisbärgli den Sprung in das Finale. Topplatzierung sprang dabei keine heraus, aber es kommt endlich wieder etwas nach aus Südtiroler Sicht. Alex Vinatzer (19) qualifiziert sich mittlerweile regelmäßig für die 2. Durchgänge und Simon Maurberger (23) kann, nach einigen Erfolgen im Europacup, auch im Weltcup überzeugen. Bereits im Riesentorlauf war der Ahrntaler stark unterwegs.

Hinein ins Glück: Simon Maurberger beim Adelboden-Riesentorlauf vor herrlicher Kulisse.

Und der Ratschingser Fabian Bacher (25) konnte sich erstmals für einen 2. Lauf qualifizieren. Zuvor war er 13 Mal an dieser Hürde gescheitert. Trotzdem: Bis auf Vinatzer sind die Südtiroler keine jungen Nachwuchstalente à la Clement Noel, der in Wegen zum ersten Mal in seiner Karriere auf das Podest fuhr, mehr. Auch wenn es immer wieder Ausnahmen gibt, dann gilt für die Südtiroler, die sich im Weltcup etablieren wollen, das Motto: Jetzt oder nie.

Elias Kolega : Seit dem Abschied von Ivica Kostelic schaffte kein Kroate mehr den endgültigen Durchbruch im Weltcup. Dann tauchte Istok Rodes vor wenigen Wochen auf und jetzt scheint Kolega (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Rap-Musiker Kollegah) drauf und dran zu sein, seinem Trainer und früherem Vorbild nachzufolgen: Am Chuenisbärgli landete der 22-Jährige aus Zagreb, der in München geboren wurde, als Sechster zum ersten Mal in den Top-10. Bis er in die großen Fußstapfen von Kostelic treten kann, ist es aber freilich noch ein weiter Weg. Übrigens: Sein jüngerer Bruder Samuel (er wird am Dienstag 20 Jahre alt) ist bereits seit 2016 ebenfalls im Skiweltcup unterwegs – noch allerdings ohne dabei einen 2. Lauf zu erreichen.

Freute sich in Adelboden gemeinsam mit seiner Familie: Thomas Fanara.


Thomas Fanara : Der 37-jährige Franzose verbesserte in Wengen seinen eigenen Rekord. Er ist nämlich der älteste Fahrer, der im Weltcup jemals auf dem Siegertreppchen stand – Chapeau, Monsieur Fanara!

Marcel Hirscher : Der Salzburger ist ein Phänomen. Sogar wenn er, wie in Adelboden, zu straucheln droht, ist Hirscher nicht zu schlagen. Sein 2. Lauf beim Riesentorlauf am Chuenisbärgli war Extraklasse – oder um es anders auszudrücken: typisch Hirscher. Und auch wenn der Blutdruck von Dauerkonkurrent Henrik Kristoffersen zunehmend steigt, setzt Hirscher Woche für Woche einen drauf. Der Norweger muss wohl darauf hoffen, dass Hirscher seine Karriere bald beendet.
Auf den Übungslift muss…
... Manuel Feller : Mit solchen Wochenende wie in Adelboden, wird der Nordtiroler seinen Ruf als „Kamikaze-Pilot“ nicht los. Sowohl bei Riesentorlauf am Samstag, als auch einen Tag später beim Slalom legte sich der 26-Jährige in den Schnee – beide Male mit Innenskifehlern. Vor allem seine Riesentorlauf-Bilanz ist katastrophal: fünf Rennen, drei Ausfälle.


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Autor: cst

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