
Ein Schweizer verabschiedet sich von der Ski-Bühne. © AFP / KERSTIN JOENSSON
„Die Zeit ist gekommen“: Ski-Rücktritt in der Schweiz
Am Freitag gab der Schweizer Skiverband die Kaderzusammenstellungen für die nächste Saison bekannt. Parallel dazu verkündete ein Riesentorläufer aus der Alpenrepublik seinen Rücktritt.
24. April 2026
Von: leo
Livio Simonet ist erst 27 Jahre alt, dennoch ist seine aktive Laufbahn schon jetzt zu Ende. Wie er am Freitag in den sozialen Medien mitteilte, sei die Zeit für den Rücktritt gekommen. „Ich hatte das Privileg, durch das Skifahren um die Welt zu reisen und mich mit meinen Kollegen auf höchstem Niveau zu messen. Trotz jahrelanger Rückschläge, Schmerzen und schwieriger Zeiten hatte ich das Glück, einige Erfolge feiern zu können“, beginnt der Schweizer seine Abschiedsbotschaft.
Simonet, der im Weltcup ausschließlich im Riesentorlauf an den Start ging, war ein ausgewiesener Parallel-Spezialist. Seine einzigen zwei Podestplätze holte er 2022 in Courchevel und 2023 in Soldeu in ebendieser Disziplin im Team. Im Riesentorlauf klassierte er sich hingegen achtmal in den Punkterängen, wobei ein 14. Platz in Palisades Tahoe im Februar 2024 sein bestes Ergebnis war. Simonet nahm 2023 auch an der Weltmeisterschaft in Courchevel teil, wo ihm als Fünfter des Teambewerbs eine Medaille jedoch knapp verwehrt blieb.
Schwere Saison führt zu Rücktritt
Die letzte Saison verlief für Simonet allerdings nicht nach Wunsch: In all seinen fünf Weltcup-Starts blieb ihm die Qualifikation für den zweiten Durchgang verwehrt. Und auch im zweitklassigen Europacup kam er nicht über einen 15. Platz hinaus. Dabei stehen ihm auf diesem Niveau fünf Podestplätze zu Buche.Livio Simonet hört auf. © APA / EXPA/JOHANN GRODER
Nun hat er also entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen. „Am Ende sind es die Erinnerungen, die Abenteuer und die Freundschaften, die ich auf diesem Weg gewonnen habe, die wirklich bleiben. Ich möchte mich bei all meinen Partnern und allen bedanken, die diese Zeit möglich und unvergesslich gemacht haben. Ohne euch wäre all das nicht möglich gewesen. Von nun an freue ich mich auf eine Zukunft, in der ich mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen und all die Dinge tun kann, für die ich bisher keine Zeit hatte“, so Simonet.
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