L Ski Alpin

Der Jubel von Dominik Paris in Kitz © APA / HERBERT NEUBAUER

Dominik Paris triumphiert bei der Abfahrt in Kitzbühel

Der Ultner Dominik Paris jagt den Streif-Rekord des Schweizers Didier Cuche. Paris feierte am Freitag seinen dritten Abfahrtssieg in Kitzbühel, nach 2013 und 2017.

Dominik Paris und Beat Feuz fuhren in einer eigenen Liga. Der Schweizer legte mit der Startnummer 7 eine sagenhafte Bestzeit hin, war mit 1:57,02 Minuten schneller als die Trainingsbestzeit. Doch mit der Nummer 13 rockte Dominik Paris die Streif: Nach der Mausefalle lag der Ultner vor Feuz, bei den Zwischenzeiten zwei und drei war der Eidgenosse schneller als Paris. Bei der letzten Zwischenzeit lag „Domme“ 0,02 Sekunden vor dem Schweizer und im Ziel hatte der Südtiroler mit einer Zeit von 1:56,82 ganze 0,20 Sekunden Vorsprung.

Mit einem Fabellauf zerstörte Paris den Traum von Weltmeister Beat Feuz, den Abfahrtsklassiker zu gewinnen. Trotzdem: Bei der Ablöse am Leaderboard fielen sich Paris und Feuz um den Hals – der gegenseitige Respekt unter den Abfahrtsassen ist groß. Momentan Dritter ist Otmar Striedinger (AUT), der die besseren Lichtverhältnisse eiskalt ausnützte.

Volles Risiko bei Paris © APA / HANS KLAUS TECHT


Für Paris ist es der dritte Abfahrtssieg in Kitz (2013, 2017, 2019), im Jahr 2015 gewann der 29-Jährige auch den Super-G auf der Streif. Damit ist Paris nur noch zwei Siege vom Abfahrts-Rekord des Schweizers Didier Cuche entfernt, der mit fünf Siegen den Rekord hält. Drei Abfahrtssiege auf der Streif am Konto haben die Skilegenden Pirmin Zurbriggen, Luc Alphand, Franz Heinzer und Karl Schranz.

Es ist der dritte Saisonsieg von Dominik Paris, der bereits kurz vor dem Jahreswechsel in Bormio Abfahrt und Super-G gewann. Insgesamt hat der Ultner jetzt 12 Weltcupsiege auf seinem Konto.

Auf Rang vier beendete der Gaiser Christof Innerhofer den Abfahrtsklassiker, sein Rückstand beträgt bereits 0,93 Sekunden. Dennoch, für „Inner“ ist es das beste Abfahrtsergebnis in Kitz. Der Passeirer Werner Heel konnte aber nicht an seine tolle Trainingsfahrt vom Donnerstag anschließen. Eine starke Leistung gezeigt hat Matteo Marsaglia, der mit der hohen Nummer 47 auf Platz zehn gefahren ist. Florian Schieder aus Kastelruth beendete seine erste Weltcup-Abfahrt auf der berüchtigten Streif auf Rang 36, sein Teamkollege Alexander Prast (Bozen) war um 0,01 Sekunden schneller und wurde 35. Chapeau!

Tolle Fahrt von „Inner“ auf der Streif © APA/afp / JOE KLAMAR

Überschattet wurde die Abfahrt vom Sturz von Alexander Köll (SWE), der bei der Ausfahrt der Traverse die Kontrolle verlor und im Zielhang mit dem Rücken aufprallte. Der 28-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Am Samstag folgt in Kitz der Slalom auf dem Ganslernhang (9.30/12.30Uhr), sollten es die Wetterverhältnisse zulassen, gibt es am Sonntag um 13.30 Uhr den Super-G.




Das Ergebnis der Abfahrt von Kitzbühel


Autor: zor

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210