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Üble Verletzung bei Schweizer Ski-Ass. © AFP / JOE KLAMAR

Drama um Ski-Profi: „Dachte, ich verliere den Fuß“

Das Saisonfinale bei den Alpinen Skifahrern ist eingeläutet. Allerdings sorgte im Vorfeld die Notiz eines Ski-Profis für Aufsehen.

„Ich habe irgendwie alle Zustände durchgemacht“, sagt Cédric Noger gegenüber dem Ostschweizer Fernsehen TVO. Am Krankenbett ist sein lädierter linker Fuß hochgelagert, über dem Schienbein klebt ein potentes Pflaster. Der Schweizer Riesentorläufer hat sich in Kranjska Gora am vergangenen Wochenende einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.


Bitter ist, wie die Verletzung zustande gekommen ist. Noger – 28-facher Weltcupstarter – konnte sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren und absolvierte deshalb nach dem ersten Run einen Materialtest, während dem er zu Sturz kam und sich die schwere Verletzung zuzog. „Ich habe schon ein bisschen Panik bekommen. Mein Fuß hat sich angefühlt, als würde er nicht mehr zum Körper gehören. Ich habe gedacht: Der Fuß ist weg, ich verliere meinen Fuß! Das war natürlich total überzogen, in dem Moment waren es für mich aber logische Gedanken.“

Folgt jetzt der Schlussstrich?
Für den 29-jährigen Technik-Spezialisten ist es die erste schwere Verletzung. Der Zeitpunkt ist äußerst ungünstig, denn nach der Saison stehen normalerweise Materialtests an. Diese hätte Noger dringend nötig, denn heuer erlebte er einen Seuchen-Winter und fuhr nur zwei Mal in die Punkte. Von seiner Bestform (dank der er 2019 sogar auf Platz 4 im Weltcup-Riesentorlauf von Kranjska Gora landete) ist er weit entfernt. Deshalb weiß der zweifache Europacup-Sieger auch nicht, ob er jemals wieder auf die große Ski-Bühne zurückkehren wird.

„Wenn alles nach Plan läuft, stehe ich nächste Saison wieder auf den Ski. Die Frage ist, ob als Rennfahrer oder nicht“, so Noger, der sich auch eine Zukunft als Skilehrer vorstellen kann.

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