L Ski Alpin

Gewann in Schladming: Marco Schwarz. © APA / EXPA/DOMINIK ANGERER

Turbulentes Finale in Schladming – Mölgg ist top

Keine Zuschauer, aber doch ein Spektakel: Der Nachtslalom in Schladming hielt, was er versprach. Und so nebenbei sorgte Manfred Mölgg für ein großes Ausrufezeichen.

Obwohl man Geisterrennen im Ski-Zirkus mittlerweile gewöhnt ist, war es am Dienstagabend doch surreal: Dort, wo normalerweise tausende von Fans am Pistenrand für einen Höllenlärm sorgen, herrschte dieses Mal gähnende Leere vor. Dabei wäre das Publikum an diesem verschneiten Dienstag wohl außer Rand und Band gewesen: Denn mit Marco Schwarz gewann erstmals seit Marcel Hirscher wieder ein Österreicher auf der Planai.


Dabei zählte Schwarz nach dem ersten Durchgang überhaupt nicht zum Favoritenkreis, lag er im dichten Schneetreiben von Schladming doch nur auf Rang sechs. Dank eines fabelhaften zweiten Durchgangs machte er aber einen großen Sprung nach vorne – auch, weil die Top 4 nach dem ersten Lauf allesamt Nerven zeigten. Ramon Zenhäusern (er war Vierter) fiel genauso wie Sebastian-Foss Solevåg (Zweiter) zurück, Michael Matt (Dritter) schied aus.

Als Halbzeitführender warf sich schließlich Manuel Feller, der sich nach schwierigen Jahren in dieser Saison in der Form seines Lebens befindet, aus dem Starthaus. Doch der Traum vieler Österreicher von einem Doppelsieg platzte schon nach wenigen Sekunden: Nach einem Fahrfehler warf es Feller aus dem Kurs und er schied aus.

Marco Schwarz zeigte eine grandiose Leistung. © APA / EXPA/DOMINIK ANGERER


Der Sieg ging also an Schwarz, der im Klassement vor den beiden Franzosen Clement Noel und Alexis Pinturault steht. Sie waren nach dem ersten Lauf übrigens Fünfter bzw. Elfter. Schwarz ist heuer ein Muster an Konstanz: In sieben Slaloms war er sechs Mal auf dem Podest.
Manfred Mölgg mit bestem Saisonergebnis
Aus Südtiroler Sicht musste es wieder einmal Manfred Mölgg richten. Der Routinier aus St. Vigil unterstrich einmal mehr, dass seine Formkurve in der Comebacksaison nach Kreuzbandriss steil nach oben zeigt und heimste mit Rang acht sein bestes Saisonergebnis ein. Den Grundstein zu diesem Top-Ergebnis legte der 38-Jährige schon im ersten Lauf, in dem er sich mit Startnummer 23 auf Rang sieben vorkämpfte. In der Entscheidung zeigte Mölgg ebenfalls eine gute Vorstellung, büßte jedoch wegen einiger kleinerer Fehler etwas an Zeit ein und fiel im Klassement schlussendlich einen Platz zurück.

Stark: Manfred Mölgg. © APA / EXPA/DOMINIK ANGERER


Für die weiteren Südtiroler gab es nichts zu holen. Alex Vinatzer hat auch in Schladming keinen Weg aus der Krise gefunden und kam nach einer fehlerhaften Fahrt mit über drei Sekunden Rückstand ins Ziel. Damit war er in der Entscheidung nicht dabei und hat zum fünften Mal in Folge die Punkteränge verpasst. Simon Maurberger war im ersten Durchgang gut unterwegs, schied im Mittelteil aber aus. Auch Tobias Kastlunger kam im ersten Lauf nicht ins Ziel.


Autor: det

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